Belgien: 27 Jahre Haft für Raser nach tödlichem Unfall im Karneval
AFP17. Juni 2026, 19:08 UhrNEWS
Er hatte sich selbst am Steuer gefilmt und war deshalb mit seinem Auto in einen Karnevalszug gerast: Nun wurde der Fahrer in Belgien zu einer Haftstrafe von 27 Jahren verurteilt.
Er hatte sich selbst am Steuer gefilmt und war deshalb mit seinem Auto in einen Karnevalszug gerast: Nun ist der Fahrer in Belgien zu einer Haftstrafe von 27 Jahren verurteilt worden. Das Schwurgericht in Mons folgte damit am Mittwoch der Forderung der Anklage. Ein Beifahrer des Mannes wurde wegen unterlassener Hilfeleistung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.
Sechs Menschen waren nach dem Zusammenprall sofort tot, ein weiterer starb 2024 an den Spätfolgen. Rettungskräfte zählten mehrere Dutzend Verletzte am Boden und sprachen von "Kriegsszenen". Falzone brachte seinen Wagen erst einen Kilometer nach der Kollision zum Stehen.Â
Der Vorfall erschütterte Belgien schwer. Die Opfer hatten sich vor Tagesanbruch an einer Straße versammelt, um an dem Karnevalsumzug teilzunehmen. Der Fahrer hatte zuvor einen Nachtclub besucht, schon 2017 war er wegen einer Trunkenheitsfahrt verurteilt worden.Â
Während des Prozesses saß Falzone fast 200 Nebenklägern gegenüber - Menschen, die verletzt oder schwer traumatisiert wurden oder ihre Angehörigen verloren. In der Verhandlung bedauerte der Angeklagte seine Tat und sagte, er habe niemandem schaden wollen. Sein Anwalt Frank Discepoli forderte vergeblich das Gericht auf, beim Strafmaß nicht über 25 Jahre hinauszugehen. Er räumte aber ein, dass sein Mandant eine "erhebliche Strafe" verdient habe.