Lange Haftstrafen nach Tötung von 26-Jährigem auf offener Straße in Hagen

Justitia Bild: AFP

Lange Haftstrafen nach Tötung von 26-Jährigem auf offener Straße in Hagen

Wegen der brutalen Tötung eines 26-Jährigen auf offener Straße in Hagen sind fünf Männer zu teils lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht sprach sie unter anderem des Mordes und der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig.

Wegen der brutalen Tötung eines 26-Jährigen auf offener Straße im nordrhein-westfälischen Hagen sind fünf Männer zu langen Haftstrafen verurteilt worden, in einem Fall zu lebenslanger Haft. Das Landgericht Hagen sprach die Angeklagten des Mordes, der Körperverletzung mit Todesfolge beziehungsweise der Beihilfe dazu schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Das Urteil fiel am Mittwoch.

Laut Anklage lockten die Männer das Opfer am späten Abend des 6. Mai 2025 in einen Hinterhalt und überraschten ihn, während er in einem geparkten Auto wartete. Sie schlugen und stachen auf ihn ein, wobei sie ein Messer, Quarzhandschuhe und eine mit einer Schutzkappe versehene Axt einsetzten. 

Anschließend zerrten sie ihn aus dem Fahrzeug und traktierten ihn weiter mit Schlägen und Stichen, woraufhin dem Geschädigten kurzzeitig die Flucht gelang. Er warf sich schwer verletzt auf die Motorhaube eines vorbeifahrenden Autos und bat die Insassen, weiterzufahren, wobei einer der Angeklagten erneut mit der Axt auf ihn einschlug. Die Insassen des Autos fuhren das Opfer in die Notaufnahme, doch angesichts der zahlreichen Verletzungen starb der Mann kurze Zeit später.  

Der Hauptangeklagte Fahti Omar A. wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Drei Angeklagte bekamen wegen Körperverletzung mit Todesfolge Strafen von zehn bis zwölf Jahren Haft, ein Angeklagter wegen der Beihilfe zur Körperverletzung mit Todesfolge drei Jahre Haft. Ein sechster Angeklagter wurde freigesprochen.