Festnahme bei Durchsuchungen gegen Schwarzarbeit mit Millionenschaden in Berlin
AFP18. Juni 2026, 16:44 UhrNEWS
In Berlin haben Ermittler bei Durchsuchungen gegen Schwarzarbeit mit Millionenschaden einen Verdächtigen festgenommen. Insgesamt wird in dem Komplex gegen 13 Beschuldigte ermittelt, wie die Staatsanwaltschaft und das Hauptzollamt Berlin mitteilten.
In Berlin haben Ermittler bei Durchsuchungen gegen Schwarzarbeit mit Millionenschaden einen Verdächtigen festgenommen. Insgesamt wird in dem Komplex gegen 13 Beschuldigte ermittelt, wie die Staatsanwaltschaft und das Hauptzollamt Berlin am Donnerstag mitteilten. Ihnen wird demnach das Einschleusen von Ausländern und das Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt vorgeworfen. Den Schaden bezifferten die Ermittler auf rund 5,3 Millionen Euro.
Sie sollen seit 2022 Menschen aus Vietnam ohne Aufenthaltserlaubnis für die Arbeit in Deutschland angeworben haben. Diese seien dann in den Gastronomiebetrieben der Tätergruppe beschäftigt gewesen. Zur Sozialversicherung seien sie nicht angemeldet worden.
Die Gruppe soll zudem den illegalen Aufenthalt weiterer Menschen aus Vietnam mit Scheinarbeitsverhältnissen gefördert haben. So seien Lohnabrechnungen erstellt worden, ohne dass es je zu Arbeitsleistungen gekommen sei. Die entstandenen Kosten sollten die Betroffenen bar zurückzahlen.
39 Objekte in Berlin und Brandenburg wurden am Dienstag durchsucht. Rund 660 Ermittler waren im Einsatz. Mehrere Menschen wurden zu ihren Arbeitsbedingungen befragt. Auch die Arbeitsumstände in den Restaurantküchen wurden dokumentiert. Der festgenommene Beschuldigte wurde in Frankfurt am Main verhaftet.Â
Die Ermittler beschlagnahmten 460.000 Euro in bar. Das Geld befand sich teilweise in Tresoren, die durch Spezialisten der Bundespolizei geöffnet werden mussten.