Rekordwert im ersten Halbjahr: Erneuerbare deckten 58 Prozent des Stromverbrauchs
AFP1. Juli 2026, 10:34 UhrENERGIE
Die erneuerbaren Energiequellen haben laut vorläufigen Berechnungen im ersten Halbjahr 58 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland gedeckt: 'Ein Plus von fast drei Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und ein neuer Rekordwert.'
Die erneuerbaren Energiequellen haben laut vorläufigen Berechnungen im ersten Halbjahr 58 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland gedeckt. "Ein Plus von fast drei Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und ein neuer Rekordwert", erklärte der Bundesverband de Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Mittwoch. Insgesamt erzeugten Erneuerbare-Energien-Anlagen 152,2 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, vor allem Windanlagen auf See produzierten demnach deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum.
Der BDEW ermittelt die Daten regelmäßig in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Bei Offshore-Windanlagen ergab sich demnach ein Plus um 28,3 Prozent. Windanlagen an Land produzierten ebenfalls spürbar mehr Strom (7,0 Prozent). Die Stromerzeugung aus Photovoltaik lag 3,7 Prozent über dem Wert des ersten Halbjahres 2025. Die weniger wichtige Stromproduktion aus Wasserkraft verringerte sich aufgrund geringer Niederschlagsmengen um 7,7 Prozent. Bei Biomasse gab es kaum Veränderungen.
Der Ausbau der erneuerbaren Energien setzte sich weiter fort. Das stärkste Plus gab es mit 8,3 Gigawatt bei Photovoltaikanlagen. Bei Windanlagen an Land kamen 2,5 Gigawatt Leistung neu hinzu, bei Windanlagen auf See 0,9 Gigawatt. Damit lagen alle Zubauraten über den Werten aus dem ersten Halbjahr 2025.
"Diese positiven Zahlen sind nur möglich durch die massiven Investitionen der Energiewirtschaft", erklärte BDEW-Chefin Kerstin Andreae. "Damit diese positive Dynamik anhält, braucht es jetzt mehr Tempo bei den relevanten Gesetzesvorhaben, konkret beim EEG und beim WindSee-Gesetz. Beide Gesetzesnovellen müssen noch in diesem Jahr beschlossen und von der EU genehmigt werden." Es lägen allerdings noch nicht einmal Gesetzesentwürfe vor.