Feuerwehrleute kämpfen in Los Gallardos gegen das Feuer Bild: AFP
Verheerender Waldbrand in Spanien: Mindestens elf Tote und 19 Vermisste
AFP10. Juli 2026, 12:00 UhrBRENNPUNKTE
Bei einem verheerenden Waldbrand im Süden Spaniens sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 19 Menschen werden zudem vermisst. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich bei den meisten Todesopfern um Ausländer handelt.
Das Feuer war nach Angaben der Regionalregierung am Donnerstagnachmittag in Los Gallardos nordöstlich von AlmerÃa ausgebrochen und verwüstete bisher rund 3150 Hektar Wald- und Ackerland. Einige der Opfer wurden tot in ihren Autos entdeckt. Es gibt den Angaben zufolge zudem acht Verletzte, darunter vier Schwerverletzte.
Katastrophenschutzminister Sanz sprach von einer "beispiellosen Tragödie". Es handele sich um ein "sehr komplexes, sich sehr schnell ausbreitendes" Feuer. Rund 400 Feuerwehrleute und Soldaten kämpften in der Bergregion mit vielen einzelnen Häusern am Freitag gegen die Flammen. Die andalusischen Behörden hatten zur Unterstützung der Feuerwehr die Katastrophenschutzeinheit der Armee angefordert.
Spanien ist besonders stark von der globalen Erwärmung betroffen. Seit einigen Jahren gibt es regelmäßig lang anhaltende Hitzewellen, die bereits im Frühjahr beginnen und bis in den Herbst hineinreichen. Dabei werden teils Temperaturen von über 40 Grad Celsius erreicht, was verheerende Brände begünstigt.
Nach Angaben des Europäischen Waldbrandinformationssystems fielen 2025 in Spanien mehr als 393.000 Hektar Land den Flammen zum Opfer. Das waren die schwersten Brände in der jüngeren Geschichte des Landes. Bei den mehr als 8000 Bränden im vergangenen Jahr kamen nach Angaben des Innenministeriums acht Menschen ums Leben - nun sind es in Andalusien bei einem einzigen Brand schon mehr.
Auch Spaniens Nachbarländer Portugal und Frankreich leiden derzeit unter massiver Hitze. Das trockene Wetter und die hohen Temperaturen begünstigten auch dort den Ausbruch von mehreren Bränden.