Entspannung bei Bergwaldbrand in Bayern - Feuer in Brandenburg weitet sich aus
AFP31. Juli 2026, 15:29 UhrBRENNPUNKTE
Angesichts hoher Temperaturen und großer Trockenheit haben mehrere Brände die Feuerwehren in Deutschland weiter auf Trab gehalten. Während sich die Lage beim Waldbrand in Bayern etwas entspannte, weitete sich ein Feuer in Brandenburg weiter aus.
Angesichts hoher Temperaturen und großer Trockenheit haben mehrere Brände die Feuerwehren in Deutschland auch am Freitag auf Trab gehalten. Während sich die Lage beim Waldbrand in den Chiemgauer Alpen in Bayern etwas entspannte, weitete sich ein Feuer auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz im brandenburgischen Jüterbog weiter aus. Dort waren am Freitag nach Angaben der Feuerwehr 300 Hektar betroffen.
Damit brannten noch einmal 50 Hektar mehr als am Donnerstag, wie ein Feuerwehrsprecher vor Ort sagte. Wind und hohe Temperaturen hätten dafür gesorgt, dass sich die Flammen weiter ausbreiteten. Positiv sei, dass sich das Feuer innerhalb der in dem Gebiet angelegten Waldbrandschutzstreifen befinde.
Auf dem ehemaligen Militärgelände bei Jüterbog brennt es immer wieder. Weil es munitionsbelastet ist, können Einsatzkräfte das Gebiet für die Löscharbeiten nicht betreten.
Am Freitagnachmittag bekämpften die Rettungskräfte die Flammen vom Rand aus. Außerdem wurde ein gepanzertes, unbemanntes Fahrzeug eingesetzt, mit dem ein weiterer Schutzstreifen gezogen wurde. So sollte eine weitere Ausbreitung in Richtung bewohnter Gebiete verhindert werden, wie der Sprecher sagte. Anwohner der umliegenden Gemeinden und Städte waren weiterhin aufgefordert, wegen der starken Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Auch an anderen Brandenburger Orten brannte es. So wurden am Donnerstag kurzzeitig mehrere Wohnhäuser in der Nähe von Neuruppin evakuiert, weil ein Feldbrand drohte, auf die Häuser überzugreifen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der Feuerwehr gelang es, den Brand rechtzeitig einzudämmen, so dass die 85 betroffenen Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren konnten.
Vorsichtige Entwarnung gab es bei dem Bergwaldbrand in Bayern, der sich nahe der Lackenbergwand ausgebreitet hatte. Dort sei keine nennenswerte Ausbreitung mehr festzustellen, hieß es am Freitag vom Landratsamt Traunstein. In der Nacht sei es noch vereinzelt zu kleineren Glut- und Brandstellen gekommen, die von der Feuerwehr aber rasch erkannt und unmittelbar gelöscht worden seien.
Das Landratsamt hatte am Donnerstag den Katastrophenfall ausgerufen, dieser blieb auch am Freitag weiter bestehen. Seit den frühen Morgenstunden unterstützten mehrere Hubschrauber aus Österreich und von der bayerischen Polizei die Löscharbeiten aus der Luft.