Stabiler Nachwuchs bei Seehunden in Wattenmeer: Knapp 2400 Jungtiere gezählt

Seehunde auf Helgoland Bild: AFP

Stabiler Nachwuchs bei Seehunden in Wattenmeer: Knapp 2400 Jungtiere gezählt

Der Nachwuchs bei den Seehunden an der niedersächsischen Küste bleibt auf hohem Niveau stabil. Bei den diesjährigen Zählflügen über dem Wattenmeer wurden 2395 Jungtiere erfasst, wie das für die Zählung zuständige Landesamt in Oldenburg mitteilte.

Der Nachwuchs bei den Seehunden an der niedersächsischen Küste bleibt auf hohem Niveau stabil. Bei den diesjährigen Zählflügen über dem Wattenmeer wurden 2395 Jungtiere erfasst, wie das für die Zählung zuständige Landesamt in Oldenburg am Freitag mitteilte. Damit wurden 60 Jungtiere mehr als im Vorjahr gezählt. Insgesamt zählten die Beobachter zwischen Ems und Elbe 7957 Seehunde - erwachsene Tiere eingeschlossen. 

Das waren zwar knapp 450 weniger als 2025, die Zahl liegt aber laut dem zuständigen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) im Bereich der üblichen Schwankungen. Die Tiere machten bei den Zählflügen zudem einen "gesunden und vitalen Eindruck", hieß es weiter. Hinweise auf Viruserkrankungen wie Seehundstaupe oder Vogelgrippe wurden bei tot an der Küste angespülten Tieren bislang nicht gefunden. Jährlich stranden etwa 180 Seehunde, von denen ein Teil pathologisch untersucht wird. 

Seehunde gelten als wichtige Bioindikatoren für das Wattenmeer. Anzahl und Gesundheitszustand lassen demnach Rückschlüsse auf Fischbestand, Wasserqualität und letztlich auf Fische als empfindliches Lebensmittel zu.

Die Zählflüge fanden zwischen Juni und August an fünf Terminen statt. Dabei wurden die Tiere bei Niedrigwasser aus der Luft gezählt, während diese auf Sandbänke ruhten. Schon seit 1958 wird der Seehundbestand in Niedersachsen erfasst, seit 2005 erfolgt das sogenannte Seehundmonitoring durch das LAVES.