Dax schwächer - steigende Energiepreise lassen Nervosität steigen

Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Dax schwächer - steigende Energiepreise lassen Nervosität steigen

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Am Mittwoch hat der Dax nachgegeben.

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Am Mittwoch hat der Dax nachgegeben. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.839 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

"An der relativen Stabilität des Dax zeigt sich, dass die Anleger ihre Hoffnung auf eine baldige Beruhigung an den Energiemärkten und damit auch am Anleihemarkt noch nicht vollends aufgegeben haben", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets. "In dieses Bild passten am Nachmittag auch die schwächeren ADP-Arbeitsmarktdaten. Der sich weiter abkühlende Jobmarkt in den USA gibt der Notenbank Zeit, abzuwarten und vielleicht doch nicht bereits in zwei Wochen die Zinsen erhöhen zu müssen."

"Die Stimmung an den Finanzmärkten wird mit Blick auf die kommenden geldpolitischen Entscheidungen immer nervöser. Dabei spielen die Entwicklungen an den Energiemärkten eine zunehmend wichtigere Rolle. Je höher die Ölpreise steigen, desto mehr Inflationsdruck entsteht und desto mehr sind die Notenbanken zum Handeln gezwungen. In Europa hat sich die Europäische Zentralbank bereits für einen weiteren Zinsschritt nach oben im September ausgesprochen und will damit den Preissteigerungstendenzen entgegenwirken."

"Und heute Abend kommt Broadcom. Das Schwergewicht ist neben Nvidia inzwischen einer der wichtigsten Gradmesser dafür, wie breit sich der KI-Infrastrukturboom innerhalb der Halbleiterindustrie entwickelt. Die Erwartungen an Zahlen und Ausblick sind entsprechend hoch. Broadcom selbst hatte für das dritte Geschäftsquartal einen Gesamtumsatz von rund 29 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Relevanter ist jedoch das KI-Halbleitergeschäft: Für das dritte Quartal wird ein Anstieg auf rund 16 Milliarden US-Dollar erwartet, was einem Wachstum von mehr als 200 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Entscheidend dürften deshalb heute Abend die Aussagen zur Nachhaltigkeit dieser außergewöhnlich hohen Wachstumsraten sein", sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1593 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8626 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.367 US-Dollar gezahlt (+0,9 Prozent). Das entspricht einem Preis von 121,12 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 95,35 US-Dollar, das waren 70 Cent oder 0,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.