Mindestens zwei Tote und 81 Verletzte bei Explosionen in Militärgebäude in Bolivien

Einsatzkräfte am Ort der Explosion in Viacha in Bolivien Bild: AFP

Mindestens zwei Tote und 81 Verletzte bei Explosionen in Militärgebäude in Bolivien

Durch zwei Explosionen in einem Militärgebäude in Bolivien sind nach Behördenangaben zwei Menschen getötet und 81 weitere verletzt worden. Verteidigungsminister Ernesto Justiniano erklärte, sieben Menschen würden noch vermisst.

Durch zwei Explosionen in einem Militärgebäude im Westen Boliviens sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet und 81 weitere verletzt worden. Verteidigungsminister Ernesto Justiniano erklärte, sieben Menschen würden nach den Explosionen am Freitag in der Stadt Viacha in der Region La Paz noch vermisst. Die genauen Ursachen und Umstände der Detonationen würden untersucht. Präsident Rodrigo Paz bekundete seine Anteilnahme. 

Die Explosionen ereigneten sich am Freitag gegen 14.30 Uhr (Ortszeit, 20.30 Uhr MESZ) kurz hintereinander. Verteidigungsminister Justiniano erklärte, bei der ersten Detonation habe es sich offenbar um vor Ort gelagertes Schwarzpulver gehandelt. Kurz darauf habe sich eine zweite Detonation "von wesentlich größerem Ausmaß" ereignet. Welches Material in diesem Fall explodierte, werde noch ermittelt. Laut Verteidigungsministerium standen die Explosionen nicht im Zusammenhang mit Waffen der Armee.

In Aufnahmen örtlicher Medien war schwarzer Rauch über dem Gebäude im Stadtzentrum zu sehen. Auch Häuser in der Umgebung wurden beschädigt. Zerbrochene Glasscheiben und Trümmer lagen herum. Viacha liegt etwa 30 Kilometer südwestlich von Boliviens Verwaltungshauptstadt La Paz und hat rund 100.000 Einwohner.

Justiniano erklärte, unter den Verletzten seien zwei schwer Verletzte. Sie seien medizinisch versorgt worden. Die meisten Verletzten seien Zivilisten. Bei den Toten und Vermissten handelt es sich nach Ministeriumsangaben um Armeeangehörige. 

Dutzende Einsatzkräfte waren vor Ort und riegelten das Gebiet für Passanten und Medienvertreter ab, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP beobachtete. Betroffene Anwohner wurden in Notunterkünfte gebracht. Die Stromversorgung in dem Gebiet wurde unterbrochen. 

Präsident Paz äußerte seine Anteilnahme gegenüber den Angehörigen der Verstorbenen und Verletzten. Er ordnete eine "gründliche" und "transparente" Untersuchung der Ursachen für die Detonationen an, wie er im Onlinedienst X erklärte.Â