Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuserprozess beginnt in Paris

Trauerfeier für ertrunkene Migranten Bild: AFP

Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuserprozess beginnt in Paris

Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit 31 Toten müssen sich 14 mutmaßliche Schleuser ab Dienstag (13.30 Uhr) in Paris vor Gericht verantworten.

Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit 31 Toten müssen sich 14 mutmaßliche Schleuser ab Dienstag (13.30 Uhr) in Paris vor Gericht verantworten. Es handelte sich um den schlimmsten Unfall, seitdem Migranten versuchen, in Schlauchbooten den Ärmelkanal zu überqueren. Auch ein sieben Jahre altes Mädchen und zwei Jugendliche kamen dabei ums Leben.

Der Fall erregte auch wegen des Verdachts auf unterlassene Hilfeleistung der französischen Behörden Aufsehen. Dazu laufen noch Ermittlungen gegen sieben französische Soldaten. Im nun beginnenden Prozess stehen mutmaßliche Schleuser im Mittelpunkt, die meisten von ihnen aus Afghanistan. Gegen zwei von ihnen liegt ein Haftbefehl vor. Es haben sich 114 Nebenkläger gemeldet, einige Angehörige der Opfer reisen aus der irakischen Stadt Erbil an. Das Unglück, das sich im November 2021 ereignete, überlebten nur ein Somali und ein Iraker.Â