Flammen nahe Villa de Leyva in den Anden Bild: AFP
Waldbrand in Kolumbien bedroht bei Touristen beliebte Andenstadt Villa de Leyva
AFP21. September 2026, 11:39 UhrBRENNPUNKTE
In Kolumbien ist nahe einer bei Touristen beliebten Stadt in den Anden ein großer Waldbrand ausgebrochen. Die Flammen rückten nach Behördenangaben inzwischen gefährlich nah an die Kleinstadt Villa de Leyva im Zentrum des südamerikanischen Landes heran.
In Kolumbien ist nahe einer bei Touristen beliebten Stadt in den Anden ein großer Waldbrand ausgebrochen. Die Flammen rückten nach Behördenangaben bis Montag gefährlich nah an die Kleinstadt Villa de Leyva im Zentrum des südamerikanischen Landes heran. Mehr als 200 Hektar Wald brannten inzwischen ab, ein Hotel musste evakuiert werden.
Die Andenstadt Villa de Leyva ist für ihre Kolonialarchitektur und malerischen Kopfsteinpflaster-Gassen bekannt. Sie zieht jährlich mehr als eine Million Besucher aus aller Welt an.
Rund 250 Feuerwehrleute und Einwohner kämpften gegen die Flammen. Freiwillige Helfer versuchten, die Ausbreitung der Flammen durch das Abholzen mit Macheten einzudämmen. Auch mehrere Militärhubschrauber waren im Einsatz - unter anderem, um Löschwasser auf brennende Eukalyptusbäume abzuwerfen. Unterstützt wurde die örtliche Feuerwehr von Einsatzkräften aus der Hauptstadt Bogotá.Â
Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella sagte der Stadt weitere staatliche Unterstützung zu. "Villa de Leyva ist nicht allein", schrieb er im Onlinedienst X. "Wir werden Ressourcen des Staates mobilisieren, um dieses Feuer zu bekämpfen und um die Bevölkerung, unser kulturelles Erbe und unsere Naturschätze zu schützen." Umweltminister Fabio Arjona erklärte auf X, das Feuer sei möglicherweise vorsätzlich gelegt worden.Â
Waldbrände sind in der Andenregion nahe des Äquators während der Trockenzeit keine Seltenheit. In diesem Jahr wird die derzeit in Kolumbien herrschende Trockenheit durch das Klimaphänomen El Niño verstärkt. Nach offiziellen Angaben gibt es in Kolumbien derzeit etwa 18 aktive Waldbrände.