Nach Luftverschmutzung durch Rauch aus Indonesien: Schulen in Malaysia öffnen wieder

Tourist macht Selfie in Kuala Lumpur Bild: AFP

Nach Luftverschmutzung durch Rauch aus Indonesien: Schulen in Malaysia öffnen wieder

Nachdem Waldbrand-Rauchschwaden aus Indonesien die Luft verpestet haben, können deshalb seit Tagen geschlossene Schulen in Malaysia nun langsam wieder öffnen.

Nachdem Waldbrand-Rauchschwaden aus Indonesien die Luft verpestet haben, können deshalb seit Tagen geschlossene Schulen in Malaysia nun langsam wieder öffnen. Im Bundesstaat Johor im Süden des Landes durften am Montag erste Schülerinnen und Schüler wieder in die Schulen - allerdings vorerst nur diejenigen, die Prüfungen ablegen müssen. Der normale Unterricht soll nach Angaben der Behörden am Mittwoch wieder aufgenommen werden - wenn sich die Luftqualität bis dahin weiter verbessert.

Wegen der seit Wochen auch über die Nachbarstaaten ziehenden Rauchschwaden aus Indonesien und der damit einhergehenden Luftverschmutzung war in Johor der Präsenzunterricht vor zehn Tagen ausgesetzt worden. Betroffen waren mehr als tauend Schulen mit rund 600.000 Schüler. Auch in anderen Landesteilen Malaysias wurde das öffentliche Leben aus Angst um die Gesundheit der Bewohner teilweise eingeschränkt. Seit dem Wochenende verbesserte sich die Luftqualität unter anderem wegen günstiger Winde aber wieder - auch in der Hauptstadt Kuala Lumpur konnten die Einwohner wieder freier atmen.

Indonesien kämpft seit Monaten gegen riesige Wald- und Buschbrände, die bereits hunderttausende Hektar Vegetation verwüstet haben. In vielen Städten herrscht gespenstisches orangegraues Licht, Menschen leiden unter Atemwegsproblemen. Die Feuer führen zu starker Luftverschmutzung und Smog auch in den benachbarten Staaten Malaysia, Singapur, den Philippinen und Osttimor. 

In Indonesien kommt es in der Trockenzeit immer wieder zu Waldbränden. Zu den Ursachen gehören illegale Brandrodungen und das Abholzen des Urwalds. Das Klimaphänomen El Niño verschärft die Lage in diesem Jahr zusätzlich.