Ukraine: Melania Trump ruft zu dauerhafter Waffenruhe auf

Melania Trump mit Dmitriew (li.) und Arachamia Bild: AFP

Ukraine: Melania Trump ruft zu dauerhafter Waffenruhe auf

Die First Lady der USA, Melania Trump, hat sich für eine 'dauerhaftere' Waffenruhe in der Ukraine ausgesprochen. Als Vorbild könne die sechstägige Feuerpause in der südukrainischen Stadt Oleschky dienen, sagte die Ehefrau von Präsident Donald Trump.

Die First Lady der USA, Melania Trump, hat sich für eine dauerhafte Waffenruhe in der Ukraine ausgesprochen. Als Vorbild könne die sechstägige Feuerpause in der südukrainischen Stadt Oleschky dienen, sagte die Ehefrau von Präsident Donald Trump am Donnerstag in Washington bei einem Treffen mit Unterhändlern aus Russland und der Ukraine. Die kurze Waffenruhe in Oleschky war am Sonntag ausgelaufen, Melania Trump hatte sich dafür eingesetzt.

"Ich hoffe, Oleschky inspiriert zu größerem Frieden", sagte die First Lady bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Kremlberater Kirill Dmitrijew und dem ukrainischen Unterhändler David Arachamia. Jede bedeutende Veränderung beginne "mit einem kleinen Funken", fügte sie hinzu. Sie überreichte Dmitrijew und Arachamia Briefe an den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj.

Selenskyj hatte Melania Trump am Mittwoch wegen ihrer Bemühungen um Oleschky mit einem nationalen Orden ausgezeichnet. Er würdige damit ihren "bedeutenden persönlichen Beitrag zur humanitären Unterstützung für die Ukraine sowie ihr aktives Engagement für Menschenrechte und Wohltätigkeit", erklärte das Präsidentenbüro in Kiew.

Im Oktober hatte die First Lady die begrenzte Waffenruhe in der russisch besetzten ukrainischen Stadt Oleschky vermittelt, um einen humanitären Einsatz zu ermöglichen. Die Waffenruhe von Dienstag bis Sonntag vergangener Woche war die längste in dem seit gut viereinhalb Jahren andauernden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. 

Die aus Slowenien stammende Melania Trump hatte sich außerdem mehrfach für die Rückkehr nach Russland verschleppter ukrainischer Kinder stark gemacht. Ihr Ehemann Donald Trump setzt sich seit seinem erneuten Amtsantritt im Januar 2025 für eine diplomatische Lösung in der Ukraine ein. Äußerst kritisch sehen die Regierung in Kiew und Nato-Partner wie Deutschland allerdings Trumps Annäherung an Putin.