Intelligente Heizsysteme: Mehr Komfort - weniger Verbrauch
Thomas Schneider9. November 2015, 18:26 UhrNEWS
Moderne Heizungen sorgen heute nicht mehr ''nur'' für wohlige Wärme. Sie haben sich zu wahren Hightech-Geräten entwickelt, die sich vielfältig an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen lassen und den Komfort deutlich steigern. Gleichzeitig sind die Geräte Sparmeister, da sie nur dann Energie verbrauchen, wenn es auch nötig ist.
Moderne Heizungen sorgen heute nicht mehr "nur" für wohlige Wärme. Sie haben sich zu wahren Hightech-Geräten entwickelt, die sich vielfältig an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen lassen und den Komfort deutlich steigern. Gleichzeitig sind die Geräte Sparmeister, da sie nur dann Energie verbrauchen, wenn es auch nötig ist. Was bei Multimedia- oder Haushaltsgroßgeräten mittlerweile selbstverständlich ist, findet sich nun auch immer öfter im Hauswärmebereich. "Bei der Warmwasser-Versorgung mit elektronischen Durchlauferhitzern zum Beispiel gehören Fernbedienungen längst zum Standard", berichtet Roland Grabmair von der Initiative Wärme+ in Berlin. Gerade für Durchlauferhitzer hinter einer Wandverkleidung oder unter der Küchenspüle ist das praktisch.
Und moderne Geräte lassen sich nicht nur einfach einstellen, auch den Überblick über den Energieverbrauch behält der Nutzer auf diese Weise leichter. So kann er sich individuelle Werte wie Nutzungsdauer oder den Energie- und Wasserverbrauch anzeigen lassen und bei hohen Verbrauchswerten rechtzeitig gegensteuern. Hinzu kommen Spezialprogramme wie die "Wellness-Dusche" oder ein Eco-Modus. Und manche Geräte-Displays geben zusätzlich farbige Signale und zeigen zum Beispiel einen niedrigen Energieverbrauch mit einer grünen Leuchte an oder schalten bei hohen Wassertemperaturen auf Rot.
Intelligente Regeltechnik für die elektrische Fußbodentemperierung hilft ebenfalls bei der Senkung der Energiekosten. Durch die Anzeige der Verbrauchswerte lassen sich etwa Einstellungen optimieren, Timer-Thermostate können auch komplette Wochenpläne abbilden und so optimal auf den tatsächlichen Wärmebedarf abgestimmt werden. So fährt die Temperatur zum Beispiel herunter, wenn alle Bewohner aus dem Haus gehen, und rechtzeitig vor dem Heimkommen wieder hoch. Werden die Regler außerdem mit einem Fensterkontakt verknüpft, verhindern sie zusätzlich Wärmeverluste durch die geöffneten Fenster.
Außerdem ist die Heiztechnik heute vernetzt: Eine Steuerung über WLAN und Internet macht die Bedienung von Wärmepumpen auch von unterwegs aus möglich und erlaubt es dem Installateur, Daten per Fernabfrage auszulesen und teure Servicetermine vor Ort zu vermeiden. Sind Wärmepumpen Smart-Grid-tauglich und als "SG ready" ausgezeichnet, können sie auch selbst erzeugten Solarstrom vom Hausdach optimal nutzen, um warmes Wasser für Heizung und Trinkwasser zu erzeugen und für sonnenärmere Zeiten oder nachts vorrätig zu halten. (vm/en-wid)