Kein Herz gleicht dem andern

In jedem Menschen schlägt ein Herz, aber nicht jedes Herz ist identisch. Für medizinische Belange ist diese Einsicht sehr wichtig, denn Behandlungen müssen diesen Umstand berücksichtigen.


In jedem Menschen schlägt ein Herz, aber nicht jedes Herz ist identisch. Für medizinische Belange ist diese Einsicht sehr wichtig, denn Behandlungen müssen diesen Umstand berücksichtigen. Beim Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) wurden jetzt in Zusammenarbeit mit einem internationalen Konsortium zehn neue genetische Varianten identifiziert, die mit der Struktur und der Funktion des Herzens in Verbindung stehen.

Ein besseres Verständnis dieser Varianten soll bei der Entwicklung passgenauer Therapien für Herzpatienten helfen. Für diese Erkenntnisse haben die Forscher Ultraschalldaten von 46.533 Probanden untersucht. "Wir haben für jeden einzelnen Wert untersucht, ob es erbliche Varianten gibt, die mit ihm assoziiert sind und in einem dreistufigen Ansatz Ergebnisse aus der ersten Analyse in unabhängigen Personengruppen erneut überprüft", sagt Philipp Wild von der Universitätsmedizin Mainz.

Die bisherigen Befunde nutzen die Forscher jetzt, um zu klären, wie die erblichen Veränderungen den Bau und die Funktion des Herzens mitbestimmen. Denn daraus können sich neue Möglichkeiten eröffnen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen und sie zu behandeln.