Impfen: Pflicht oder Verantwortung?

Ungeimpfte Kinder in Schulen, Kindergärten und Kinderkrippen leben riskant. Es ist nicht ihre Entscheidung, ob sie die empfohlenen Impfungen erhalten, aber sie sind bei einer Ansteckung die Leidtragenden. Kinderärzte fordern jetzt einen verpflichtenden Impfschutz für Kinder.


Ungeimpfte Kinder in Schulen, Kindergärten und Kinderkrippen leben riskant. Es ist nicht ihre Entscheidung, ob sie die empfohlenen Impfungen erhalten, aber sie sind bei einer Ansteckung die Leidtragenden. Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DAKJ), Dachverband der kinder- und jugendmedizinischen Gesellschaften und Verbände in Deutschland, fordert jetzt klar einen verpflichtenden Impfschutz für Kinder.

Ein altersgerechter, vollständiger Impfschutz soll laut DAKJ zur Voraussetzung werden, damit Kinder überhaupt für den Besuch von Schulen, Kindergärten und Kinderkrippen zugelassen werden. "Wenn sich mit der letztendlich ja unverbindlichen Beratungspflicht die Situation nicht bedeutend verbessert, sind weitreichendere Maßnahmen zu ergreifen", sagt ein Sprecher der Kommission für Infektionskrankheiten und Impffragen der DAKJ.

Weiterhin fordert der Dachverband, dass die Ärztekammern berufsrechtliche Schritte gegen Ärzte einleiten, die von Impfungen abraten oder bewusst Eltern auffordern, diese später als empfohlen den Kindern geben zu lassen. Die komplette Stellungnahme des Dachverbands ist auf deren Homepage einzusehen (dakj.de).