Prostata-Krebs: Bessere Methode zur Früherkennung

Zur Früherkennung von Prostata-Krebs hat ein deutscher Radiologe jetzt durch eine Kombination von modernster Technik und einer gehörigen Portion Know-how eine zuverlässigeres Verfahren entwickelt. Das könnte künftig einer Vielzahl von Patienten zugute kommen.


Zur Früherkennung von Prostata-Krebs hat ein deutscher Radiologe jetzt durch eine Kombination von modernster Technik und einer gehörigen Portion Know-how eine zuverlässigeres Verfahren entwickelt. Das könnte künftig einer Vielzahl von Patienten zugute kommen.

Eine klare Früherkennung ist der entscheidende Faktor bei der Behandlung und Heilung von Prostatakrebs. Die bisher gängige Methode hierfür ist für den Patienten wenig angenehm. Der Urologe untersucht mittels transrektalem Ultraschall bis zu 18 Gewebeproben aus verschiedenen Bereichen der Prostata. Dieser Ultraschall ist jedoch nicht sehr präzise, sodass schlimmstenfalls sogar vorhandene Krebstumore unentdeckt blieben.

"In unserer Praxis untersuchen wir die Prostata mit einem 3-Tesla Hochfeld-MRT, damit bekommen wir bei relativ kurzen Scanzeiten lupenreine Bilder und können so bösartige Tumore ab einer Größe von etwa fünf Millimeter erkennen", erklärt der Radiologe. "Außerdem untersuchen wir neben der Morphologie der Drüse auch andere Parameter wie Zelldichte oder Durchblutung. Dieses Datenpuzzle setzen wir zusammen und erstellen dann eine Art Landkarte der Prostata, damit der Urologe gezielt biopsieren kann." An einer Biopsie kommt der Patient bei akutem Verdacht dann zwar auch nicht vorbei, diese "Fusionsbiospie" kann vom Urologen im Anschluss jedoch sehr zielsicher durchgeführt werden.