Steve Schmit/mp2. August 2017, 15:38 UhrGESUNDHEIT
Übergewicht zählt zu den größten Risikofaktoren für eine Diabetes-Erkrankung. Das heißt aber keineswegs, dass schlanke Menschen nicht ebenfalls an der Stoffwechselkrankheit leiden können.
Übergewicht zählt zu den größten Risikofaktoren für eine Diabetes-Erkrankung. Das heißt aber keineswegs, dass schlanke Menschen nicht ebenfalls an der Stoffwechselkrankheit leiden können. Fast jeder fünfte schlanke Mensch hat ein erhöhtes Risiko, an Diabetes sowie Herzkreislauferkrankungen zu erkranken, wie Forscher des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung in Tübingen und des Helmholtz Zentrums München jetzt herausfanden.
Bei den Betroffenen liegt eine Fehlfunktion bei der Fettspeicherung vor, sodass sie kaum Fett am Oberschenkel anlagern. Das Team um Norbert Stefan, Fritz Schick und Hans-Ulrich Häring untersuchte bei Probanden das Körperfett, die Fettverteilung und den Fettanteil in der Leber mithilfe der Magnetresonanz-Spektroskopie. Die Wissenschaftler untersuchten zudem die Insulin-Empfindlichkeit, die Insulin-Sekretion, die Blutgefäße und die körperliche Fitness.
"Allerdings ist bei Schlanken das fehlende Fett an den Beinen am stärksten mit einem Risiko für einen ungesunden Stoffwechsel assoziiert. Man kann daher auch sagen, 'Hüftgold' hält Schlanke gesund", fasst Prof. Norbert Stefan die Ergebnisse zusammen. Die Experten raten daher Menschen, die Merkmale des Metabolischen Syndroms aufweisen und kaum Fett an den Beinen speichern, sich sorgfältig auf eine mögliche Schädigung des Stoffwechsels untersuchen zu lassen.