Steve Schmit/mp29. August 2017, 11:34 UhrGESUNDHEIT
Doping sorgt immer wieder für Debatten und Ärger. Obwohl Kontrollen durchgeführt werden, bleiben viele Fälle unerkannt. Ein psychologischer Test könnte als weiteres Testverfahren viel genauere Ergebnisse liefern.
Doping sorgt immer wieder für Debatten und Ärger. Obwohl Kontrollen durchgeführt werden, bleiben viele Fälle unerkannt. Ein psychologischer Test könnte als weiteres Testverfahren viel genauere Ergebnisse liefern.
Am Anfang dieser Theorie steht eine Untersuchung, die zwei große Sportereignisse unter die Lupe nahm. Bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2011 und bei den Pan-Arabischen Spielen 2011 wurden die Teilnehmer zu Dopingmitteln befragt. Bei der Umfrage gaben 30 Prozent (Leichtathletik-Weltmeisterschaft) beziehungsweise 45 Prozent (Pan-Arabische Spiele) zu, gedopt zu sein. Zum Vergleich: Durch Blut- und Urintests konnte dieser Umstand nur bei jeweils 0,5 beziehungsweise 3,6 Prozent der Sportler nachgewiesen werden.
Die Teilnahme an der Umfrage war für die Sportler ungefährlich, da die Forscher Rolf Ulrich (Universität Tübingen) und Harrison Pope (Harvard Medical School) auf eine indirekte Fragemethode setzten, bei der die Befragten anonymisiert wurden. "Die Studie macht deutlich, dass durch biologische Tests von Blut- und Urinproben bei weitem nicht alle Dopingfälle aufgedeckt werden", sagt Pope, der mit seinem Kollegen im Auftrag der World Anti Doping Agency (WADA) handelte.