Neue Wege der Bildgebung

Aus der Wiener Forschung geht jetzt ein neues bildgebendes Verfahren hervor, das die Patientenbetreuung bereichern soll. Bei der 'elektrischen Impedanz-Tomographie (EIT)' werden elektrische Ströme in Bilder umgewandelt. So können Körperfunktionen überwacht werden.


Aus der Wiener Forschung geht jetzt ein neues bildgebendes Verfahren hervor, das die Patientenbetreuung bereichern soll. Bei der "elektrischen Impedanz-Tomographie (EIT)" werden elektrische Ströme in Bilder umgewandelt. So können Körperfunktionen überwacht werden.

Dem Patienten wird dafür ein Gurt angelegt, der mit Elektroden bestückt ist. Dann werden kleine Ströme in den Körper geleitet, deren Messungen dann in Bilder übersetzt werden. Als Anwendungsbeispiel kann so die Lungenfunktion künstlich beatmeter Personen kontinuierlich erfasst werden. Die Zusammenarbeit der TU Wien, der Med Uni Wien und der Vetmeduni Vienna hat jetzt einen großen Schritt zur Verwirklichung dieser Technik gemacht.

Für verlässliche Bilder ist es nach neuesten Erkenntnissen wichtig, die Bildgebung auf jeden einzelnen Patienten abzustimmen. "Wenn wir diese Daten aus dem Computertomographen in unser Auswertungsprogramm füttern, dann kann man eine individualisierte Auswertungs-Methode erstellen, die viel genauere Ergebnisse liefert als sie bisher möglich waren", erklärt Florian Thürk von der TU Wien. Das ist der entscheidende Schritt zur Umsetzung der neuartigen Bildgebung. Schmerzhaft soll das Verfahren für den Patienten übrigens nicht sein, die Ströme sind hochfrequent, aber schwach.