Versteckte Gefahr bei Umbruch-Situationen

Die Zahl ist riesig: Jährlich erkranken 6,5 Prozent oder 5,3 Millionen Deutsche an Depressionen. Gene, Umwelt und Lebenserfahrungen können als Verursacher hierfür gelten. Aber auch Umbruch-Situationen spielen nicht zuletzt eine Rolle.


Die Zahl ist riesig: Jährlich erkranken 6,5 Prozent oder 5,3 Millionen Deutsche an Depressionen. Gene, Umwelt und Lebenserfahrungen können als Verursacher hierfür gelten. Aber auch Umbruch-Situationen spielen nicht zuletzt eine Rolle.

Auch gesunde Menschen sollten darauf achten. Bei tiefgreifenden Veränderungen des Alltags wie Berufseinstieg, Stellenwechsel, Heirat, Scheidung oder Verrentung ist die Depressions-Gefahr erhöht. "Am besten ist, sich vorher Gedanken über die neue Lebensphase zu machen. Was erwartet mich, was ist mir wichtig und wie kann ich meinen Alltag neu gestalten, damit ich gut damit zurechtkomme - diese Fragen sollte man sich vorher stellen", rät Martin Keck aus der Klinik am Max-Planck-Institut für Psychiatrie. Diese Vorbereitungen können für Menschen eine Hilfestellung sein, um nicht in einen depressiven Zustand zu verfallen.

Bemerkenswert ist, dass rund 70 Prozent der Betroffenen mehrere Depressions-Episoden erleben. Die richtige Vorsorge kann dabei helfen, dem entgegen zu wirken. Vorsorglich sollte auf Frühwarnzeichen wie veränderte Stimmung, verstärkte Neigung zum Grübeln und Schlafstörungen geachtet werden. Der Experte rät, bei schwerwiegenden Veränderungen gleich einen Arzt oder Therapeuten zu konsultieren.