Gewinner und Verlierer durch die Coronakrise

Durch die Coronakrise ist die Wirtschaft insgesamt hart getroffen. Während viele Unternehmen ums Überleben kämpfen, werden anderen unerwartete Höhenflüge beschert.

Einzelunternehmen, Mittelständler, auch Konzerne haben auf Grund des Lockdowns mit enormen Umsatzbußen zu kämpfen. Andere wiederum machen durch die Krise erheblichen Gewinn und überlegen, ob Sie noch eine andere Firma kaufen sollen.

Gewinner der Pandemie

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen des Lockdowns, gehören die Anbieter von Cloudsystemen wie Amazon AWS, IBM, Google Cloud oder Microsoft Teams mit Video-Conference-Tools zu den absoluten Gewinnern. Diese Unternehmen haben durch das Arbeiten im Home Office beträchtlich an Nutzern dazugewonnen. Durch sie wurde ermöglicht, dass ein gemeinsames Arbeiten auch auf Distanz erhalten blieb und bleibt.

Auch der Onlinehandel hat einen starken Boom erlebt und selbst Drogerieprodukte und Lebensmittel wurden letztes Jahr online verstärkt eingekauft. Stark nachgefragte Produkte wie Konserven und Toilettenpapier hatten bisher kaum Lieferengpässe. Der Online-Riese Amazon erlebt zudem noch an der Börse eine enorme Wertsteigerung. Es gibt auch andere Wirtschaftsbereiche, z. B. das Wohnungs- und Finanzwesen samt dem Bauwesen die fast keine Einbußen hinnehmen mussten.

Wenig überraschend sind weitere Gewinner der Pandemie auch im medizintechnischen Bereich zu finden. Entwickler und Hersteller von Medizintechnik und Pharmakonzerne dank Impfstoffproduktion, verzeichnen hohe Gewinne auch an der Börse.

Verlierer der Coronakrise

Der Anteil existenzbedrohter Unternehmen ist im Einzelhandel und Dienstleistungssektor zu finden. Reiseveranstalter, Reisebüros und vor allem der Einzelhandel sind direkt betroffen und müssen teilweise einen Unternehmensverkauf in Erwägung ziehen. Auch die Gastronomie und die Industrie sowie der Handel allgemein gehören zu den Verlierern der Pandemie. Die Wirtschaft in all diesen Branchen muss sich bald wieder erholen, sonst droht vielen Unternehmen das Aus.

Besonders Veranstalter von Events und Messen hatten seit der Pandemie hohe Einbußen, denn alle Großveranstaltungen wurden abgesagt und in virtuelle Räume verlegt. Autohersteller oder Maschinenbauer als verarbeitende Gewerbe-Unternehmen litten stark unter den Folgen der Krise und erholen sich nur langsam wieder. Andere Dienstleister, unter anderem die Kulturschaffenden leiden wirtschaftlich unter fehlenden Aufträgen und sind teilweise auf Grundsicherung angewiesen. 

Flexibilität auch nach der Krise

Flexibilität war und ist auf jeden Fall das Gebot der Stunde, denn viele Produktionsunternehmen aus unterschiedlichen Branchen, haben sich während der Krise auf die Herstellung von Masken bzw. Desinfektionsmittel, Einwegoveralls, Kopfhauben umgestellt. Auf diese Art konnten einige laut Handelsblatt, ihre Existenz retten. Doch auf Grund der hohen Wettbewerbssituation reicht Flexibilität nicht mehr aus und Kreativität in neuen Geschäftsfeldern ist gefragt, denn auch nach der Coronakrise wird sich diesbezüglich in der Arbeitswelt einiges verändern.

Fazit: Die Lage verbessert sich, die Fallzahlen sinken durch die hohe Durchimpfungsrate und die wärmer werdende Jahreszeit. Es bleibt zu hoffen, dass mit der Herdenimmunisierung die Pandemie schließlich weltweit besiegt und das nicht nur in den reicheren Ländern.