Immer weniger junge Deutsche trinken regelmäßig Alkohol. Das zeigt eine Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die einen historischen Tiefststand ermittelt hat.
Immer weniger junge Deutsche trinken regelmäßig Alkohol. Das zeigt eine Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die einen historischen Tiefststand ermittelt hat.
Der Studie "Der Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2018" zufolge konsumieren aktuell 8,7 Prozent der Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, Alkohol. 2004 lag der Wert noch bei besorgniserregenden 21,2 Prozent.
Unter jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren trinkt jeder Dritte regelmäßig Alkohol, seit fünf Jahren ein gleichbleibender Wert. 2004 gaben noch 43,6 Prozent dieser Altersgruppe regelmäßigen Alkoholkonsum an.
Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: "Es ist erfreulich, dass noch nie so wenige Jugendliche bundesweit regelmäßig Alkohol konsumiert haben. Hier zeigt sich, dass die gemeinsamen Anstrengungen in der Alkoholprävention von Bund, Ländern und Kommunen die Zielgruppe erreichen. Gleichzeitig trinken sich insgesamt nach wie vor zu viele Jugendliche und insbesondere junge Erwachsene in einen Alkoholrausch. Deshalb bedarf es auch zukünftig weiterer Anstrengungen und neuer Impulse in der Alkoholprävention, um junge Menschen und verstärkt junge Erwachsene für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren."
Die Frage nach dem sogenannten Rauschtrinken förderte zwar ebenfalls rückläufige Zahlen zu Tage, weist aber dennoch eine relativ hohe Quote aus: Der Anteil 12- bis 17-jähriger Jugendlicher, die sich im vergangenen Monat (vor der Befragung) in einen Rausch getrunken hatten, liegt bei 13,6 Prozent, bei den jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren bei 37,8 Prozent.