Bei brütender Hitze stöhnen auch junge und vitale Menschen. Doch für Senioren oder Pflegebedürftige sind die Sauna-Temperaturen mitunter lebensgefährlich. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat daher Hinweise für Angehörige zusammengestellt, um pflegebedürftige Menschen vor Hitzefolgen zu schützen.
Bei brütender Hitze stöhnen auch junge und vitale Menschen. Doch für Senioren oder Pflegebedürftige sind die Sauna-Temperaturen mitunter lebensgefährlich. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat daher Hinweise für Angehörige zusammengestellt, um pflegebedürftige Menschen vor Hitzefolgen zu schützen.
Viele ältere Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen hoher Temperaturen, auch weil sich der Körper im Alter schlechter an die veränderten Umweltbedingungen anpassen kann. "Hitze ist insbesondere für ältere und pflegebedürftige Menschen gefährlich. Bei ihnen kommt es schnell zu bedrohlichem Flüssigkeitsmangel. Denn oftmals trinken sie auch bei großer Wärme nicht genug: Sei es, weil sie wenig Durst haben oder zu wenig Hilfe erhalten", erklärt Daniela Sulmann, Pflegeexpertin beim Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Hinzu kommt, dass ältere Menschen manchmal nicht richtig schwitzen. Dadurch steigt die Körpertemperatur. "Schwitzen kühlt den Körper. Wenn die natürliche Klimaanlage ausfällt, drohen wir zu überhitzen", so Sulmann weiter.
Andererseits kann vermehrtes Schwitzen, Trinken oder Wasserlassen - etwa aufgrund von Medikamenten - den Wasser-Salz-Haushalt im Körper verändern. Als Folgen der Hitzebelastung kann es unter anderem zu Kreislaufproblemen kommen, die im schlimmsten Fall sogar tödlich enden.
Prävention ist deshalb besonders gefragt. "Bei großer Hitze sollte jeder besonders aufmerksam auf ältere, vor allem pflegebedürftige Menschen achten", so Sulmann. "Bieten Sie vermehrt Getränke an. Erinnern Sie immer wieder ans Trinken und unterstützen Sie, wenn nötig." Laut Sulmann kann es hilfreich sein, ein Trink-Protokoll zu führen.
Getränke sollten mineralstoffreich sein. Natriumhaltiges Wasser und isotonische Getränke sind zum Beispiel gut geeignet. Diese Getränke sollten nicht besonders gekühlt werden. Denn der Körper strengt sich dabei an, wenn er diese wieder auf Körpertemperatur erwärmt. Bei Trinkmenge und Getränkewahl müssen allerdings ärztliche Empfehlungen beachtet werden, zum Beispiel wenn Herz- oder Nierenerkrankungen vorliegen.
Außerdem ist es wichtig, Überhitzung vorzubeugen: Sulmann rät, an heißen Tagen Türen und Fenster tagsüber möglichst geschlossen zu halten und die Räume abzudunkeln. Hilfreich kann auch etwas Abkühlung über die Haut sein, etwa eine Stirn-Auflage mit einem kühlen Waschlappen, kühlende Körper-Lotion oder ein Fußbad.