Rudolf Huber/mp27. August 2019, 12:14 UhrGESUNDHEIT
Auch wenn die oder der Kleine sich noch so gegen die Tabletten-Einnahme sträubt: Arzneimittel mit Nahrungsmitteln zu vermischen ist trotzdem keine gute Lösung. Der Grund: Milch oder Milchprodukte können die Wirkung bestimmter Medikamente reduzieren oder neutralisieren.
Auch wenn die oder der Kleine sich noch so gegen die Tabletten-Einnahme sträubt: Arzneimittel mit Nahrungsmitteln zu vermischen ist trotzdem keine gute Lösung. Der Grund: Milch oder Milchprodukte können die Wirkung bestimmter Medikamente reduzieren oder neutralisieren.
"Durch den hohen Gehalt an Kalzium und bestimmten Proteinen in der Milch entstehen im Darm Verbindungen, die dafür sorgen, dass der Körper die Medizin schlechter aufnimmt", so Apotheker Hannes Prenissl aus Zwiesel zum Apothekenmagazin "Baby und Familie".
Das gilt etwa für Antibiotika wie Tetrazyklin und Ciprofloxacin, die bei Harnwegsinfekten verschrieben werden. "Man sollte auf einen möglichst großen Zeitabstand zwischen den Einnahmen von Lebensmittel und Medizin achten, mindestens aber eine halbe Stunde einhalten", empfiehlt der Experte.
Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Arzneimitteln sind vielen Patienten geläufig, der Einfluss von Nahrungsmitteln dagegen oft nicht. Dabei können auch sie zur Unter- oder Überdosierung führen. Außerdem wird durch ein Nahrungsmittel häufig auch der Wirkeintritt verzögert, das heißt, Medikamente wie das Fieber- und Schmerzmittel Paracetamol wirken langsamer.