Bedeutung der Baubranche von Parteien unterschätzt

Mehr denn je muss die zukünftige Bundesregierung die Weichen für die Zukunft stellen. Dem Bausektor kommt zum Klimaschutz eine besondere Bedeutung zu: Die Errichtung und der Betrieb unserer Gebäude erzeugen circa 35-40 Prozent aller klimaschädlichen Emissionen.
Es bedarf adäquater und verlässlicher Rahmenbedingungen seitens der Politik. Die Bundesingenieurkammer und die Bundesarchitektenkammer haben gemeinsam mit 16 Verbänden der planenden Berufe ihre Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2021 vorgelegt.
,,Besonders die Bündelung der Fachkompetenz und Ansprache in einem eigenständigen Bauressort trage der Wichtigkeit der Baubranche Rechnung', so Dipl.-Ing. Wulf Kawan, Präsident der Ingenieurkammer M-V.
Angesichts der dargelegten Relevanz der Baubranche seien die zumeist schwammigen Formulierungen und Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine absolut desillusionierend.

Schwerin. Am 26. September 2021 wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Mehr denn je muss die zukünftige Bundesregierung die Weichen für die Zukunft stellen. Dem Bausektor kommt eine besondere Bedeutung zu: Rund 700.000 Menschen arbeiteten 2018 in den deutschen Ingenieur- und Architekturbüros und sorgten so für eine Bruttowertschöpfung von rund 84 Milliarden Euro - mehr als im Automobilbereich. Beachtenswert: Die Errichtung und der Betrieb unserer Gebäude erzeugen circa 35-40 Prozent aller klimaschädlichen Emissionen. Damit ist der Bausektor eine wichtige Stellschraube.

"Wir Ingenieure können Lösungen für das Bauen von morgen entwickeln und so entscheidend nicht nur die Wirtschaft, sondern auch den Klimaschutz voranbringen", so der Präsident der Ingenieurkammer M-V Wulf Kawan. Hierfür bedarf es jedoch adäquater und verlässlicher Rahmenbedingungen seitens der Politik. Die Bundesingenieurkammer und die Bundesarchitektenkammer haben gemeinsam mit 16 Verbänden der planenden Berufe ihre Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2021 vorgelegt. Sie beinhalten aktuelle Kernfragen in der Architektur, Stadtplanung und Ingenieurbaukunst. Im Mittelpunkt stehen die Bereiche Stadtentwicklung, Klima und Umwelt, Freiberuflichkeit, Baukultur und Digitalisierung.

Besonders zwei aus den 12 Wahlprüfsteinen hebt Kammerpräsident Wulf Kawan für unser Bundesland hervor. "Für Mecklenburg-Vorpommern sehe ich eine zukunftsfeste Honorarordnung als entscheidenden Faktor an. Sie würde im "Land zum Leben" für faire und verbindliche Löhne sorgen." Eine Bündelung der Fachkompetenz und Ansprache in einem eigenständigen Bauressort trage der Wichtigkeit der Baubranche Rechnung, setzt Kawan seinen zweiten Fokus.

Angesichts der dargelegten Relevanz der Baubranche seien die zumeist schwammigen Formulierungen und Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine absolut desillusionierend. Es zeige deutlich, dass Fachinstanzen und Branchenvereinigungen noch stärker Berater der Politik werden müssen, um gemeinsam die Herausforderungen anzugehen.

Die 12 Wahlprüfsteine und Antworten der Parteien finden Sie unter www.ingenieurkammer-mv.deKontakt
Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern
Manuela Kuhlmann
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