Stabile Stromversorgung für die A100: Bredenoord liefert mobilen Strom für Verkehrswegebau

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 beschäftigt sich mit dem Aus- und Neubau von Straßen-, Schienen- und Wasserstraßenprojekten, wie der Berliner A100, wo Lücken in der Infrastruktur geschlossen werden und die Anbindung an das Fern-, Regional- und Straßennetz verbessert werden sollen. Das Los 6 im 16. Bauabschnitt stellte eine besondere Herausforderung dar, der sich PORR Ingenieurbau gemeinsam mit der Stump-Franki Spezialtiefbau GmbH stellten. Neben dem Bau eines Trogs für die zukünftige Autobahn, war auch der Bau einer Brücke geplant, über die der Berliner S-Bahn-Ring verlaufen sollte. Bredenoord lieferte die notwendige Energie, um den Energieengpass zu überbrücken.

Der 16. Bauabschnitt von Neukölln bis zur Anschlussstelle "Treptower Park" soll an den 17. Bauabschnitt und die östlichen Stadtbezirke von Berlin an den mittleren Straßenring angebunden werden. Die beiden Träger von Verkehrssystemen zeichnen sich im Bauvorhaben durch spezielle Anforderungen aus.

"Neben Faktoren wie Produkte und Verfügbarkeit spielt die Zuverlässigkeit bei uns im Entscheidungsprozess eine entscheidende Rolle. Wir haben geregelte Zeiten zur Errichtung einer Schlitzwand, die nur mit einer zuverlässigen Stromversorgung eingehalten werden können. Mit Bredenoord sind wir hier auf der sicheren Seite."

Dipl.-Ing. Holger Pißler, Projektleiter, Stump-Franki Spezialtiefbau GmbH

Schlitzwände mit besonderer Doppelfunktion

Das Besondere an dieser Baustelle waren die von Stump-Franki errichteten Schlitzwände. Diese dienten nicht nur als vorübergehende Bauhilfsmaßnahme zur Herstellung der Baugrubenwände, sondern im späteren Bauverlauf auch als Gründungselement für die neu zu errichtende Bahnbrücke, welche die Autobahn überspannt. Eine spezielle Dimensionierung der Wände (26 m tief und 1,40 m stark) mit Lisenen, die als sog. T-Lamellen ausgebildet werden, ist zur Stabilisierung erforderlich, da von Bahn und Autobahn sehr starke Kräfte ausgehen.

Die Entstehung des Trogbauwerks

Der zuvor mit dem Schlitzwandgreifer ausgehobene Hohlraum wird mit einer Stützsuspension gefüllt, um ihn gegen den sandigen Berliner Boden zu stabilisieren. Danach werden die Bewehrungskörbe eingeführt. Die stützende Flüssigkeit wird nun im sogenannten Kontraktorverfahren nach und nach durch Beton ersetzt, der über Schüttrohre direkt auf den Grund des Schlitzes eingefüllt wird und von unten nach oben aufsteigt. Hierbei kommt es zu einer Verdrängung der Suspension, die auf der Arbeitsebene abgepumpt, via der Regenerationsanlage von Stump-Franki entsandet und wiederverwendet werden kann. Ein rechteckiges Schlitzwandelement entsteht, aus deren Aneinanderreihung sich das Trogbauwerk zusammensetzt.

Zuverlässige Stromversorgung für Misch- und Entsandungsanlage

Die hauptsächlich aus Betonite und Wasser bestehende Stützsuspension wird direkt auf der Baustelle angemischt. Ursprünglich sollte die hierfür erforderliche Mischanlage über eine Netzlösung des örtlichen Stromanbieters mit Strom versorgt werden. Die erforderliche Leistung konnte jedoch nicht rechtzeitig geliefert werden, weshalb Bredenoord die notwendige Energie in Form eines 500 kVA Stromaggregates inklusive externem 5.500 Liter Tank lieferte. Die Energie war ausreichend, um zusätzlich zur Mischanlage die Anlage zur Entsandung der Suspension zuverlässig mit Energie zu versorgen. Die Zuverlässigkeit war enorm wichtig, da die Produktion einer Schlitzwand in einer bestimmten Zeit abgeschlossen werden muss. Damit die Anlage in dieser Zeit durchgängig laufen kann, ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung ein Muss.

Baustrom mieten – flexibel und bedarfsgerecht

Bredenoord bietet ein flexibles Mietkonzept zur Bereitstellung von Baustrom. Wie auf der Berliner Großbaustelle, wo das Stromaggregat so lange genutzt wurde bis der Netzanschluss vom Netzbetreiber zur Verfügung gestellt wurde. Ein weiterer Pluspunkt ist die Mobilität, denn so konnte das Mietaggregat problemlos umplatziert werden und sich dem Baufortschritt anpassen. Die auf den Trögen aufbauenden Gewerke wie der Ingenieurbau, welcher für den Brückenbau verantwortlich ist, oder die Straßenbaugewerke konnten so ebenfalls zuverlässig mit Energie versorgt werden. Baustrom zu mieten, bedeutet auch eine bedarfsgerechte Anpassung zu jedem Zeitpunkt.

Zusammenfassung

Herausforderung:

• Bodenbeschaffenheit: sandig mit hohem Wasserspiegel
• Bauprojekt in Wechselwirkung zur kreuzenden Bahnstrecke u.a. hinsichtlich Sperrpausen
• Beteiligte Gewerke mit wechselndem Strombedarf

Lösung:

• 500 kVA mobiles Stromaggregat
• Externer 5.500 Liter Kraftstofftank

Nutzen:

• Überbrückung des Energieengpass auf der Baustelle
• Zuverlässige und unterbrechungsfreie Stromversorgung
• Einhaltung der geplanten Bauzeiten
• Anpassung des Strombedarfs gemäß Baufortschritt und Gewerke jederzeit möglich