Vogelhaus: Einladende Nistplätze für gefiederte Freunde schaffen

Frühlingszeit ist Nistzeit und wer jetzt einen bezugsfertigen Nistkasten bereits im Garten hängen hat, kann sich mit einiger Wahrscheinlichkeit über den Besuch einer jungen Vogelfamilie freuen. Mit dem Schaffen von Nistplätzen kann im Prinzip rund ums Jahr begonnen werden, denn Vorbereitungsarbeiten gibt es zahlreich. Dieser Beitrag zeigt, wie man einladende Nistplätze schafft und über welche Bedingungen sich Vögel ganz besonders freuen.

Was macht einen guten Nistplatz aus?

Nicht jeder Ast ist automatisch auch ein guter Nistplatz für gefiederte Gartenbewohner. Tatsächlich sind Vögel bei der Wahl eines Nistplatzes sehr wählerisch und probieren nicht selten mehrere Plätze aus. Unter Umständen wird dort sogar ein Nest zur Probe gebaut und wieder aufgegeben, wenn sich die Bedingungen als nicht ideal für die Brut erweisen. Umso verständlicher ist dieses Verhalten jedoch, wenn man bedenkt, dass es um die Aufzucht der nächsten Generation geht und in dieser Hinsicht möchten auch Vögel nichts dem Zufall überlassen.

Diese Eigenschaften machen ein Vogelhaus perfekt:

• In Richtung Ost-Süd-Ost aufgehängt
• Ruhige Lage ohne laute, regelmäßige Störung
• Keine Katzen im Garten
• Gutes Nahrungsangebot in der Nähe
• Trinkwasser für Vögel im Garten anbieten

Welcher Nistkasten ist ideal?

So vielfältig wie Singvögel selbst sind auch die Bedingungen, die sie zum Nisten benötigen. Je nachdem welche Vogelart man im Garten sehen möchte, kann man den entsprechend passenden Nistkasten auswählen. Ganz besonders schlägt sich dies bei der Konzeption des Einfluglochs nieder. Die kleinen Blaumeisen benötigen beispielsweise ein Einflugloch mit nur 28mm Durchmesser. Dagegen brauchen die deutlich größeren Kohlmeisen und Sperlinge 32mm Einflugloch. Ein idealer Nistkasten braucht zudem keine aufwändige chemische Behandlung, um bezugsfertig zu sein. Das Gegenteil ist der Fall, denn solche Substanzen werden von den gefiederten Freunden als schädlich wahrgenommen und lassen auch sorgfältig lackierte Nistkästen bei ihnen durchfallen.

Ein Buffet für die Gäste zusammenstellen

Sehr gern gesehen bei den gefiederten Gartenbewohnern ist allerdings ein reichhaltiges Nahrungsangebot sowie reichlich sauberes Wasser, beispielsweise in einem Vogelhaus, das mit Körnern gefüllt wird. Dies verbessert die Brutbedingungen für sie wesentlich und sorgt für eine deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Nistkasten auch tatsächlich angenommen wird. Für die werdenden Eltern hat das gute Nahrungsangebot nämlich den großen Vorteil, dass sie sich nicht allzu weit zur Nahrungssuche vom Nachwuchs entfernen müssen. Auch sauberes Wasser zum Trinken und Baden wird sehr gerne gesehen und angenommen.

Nistkasten schon vorbereiten?

Der Nistkasten als solcher reicht als Hilfestellung bereits vollkommen aus. Es ist keinesfalls angezeigt, selbst eine Art Nest für die Vögel vorzufertigen, indem Nistmaterial bereits in den Kasten gelegt wird. Hier möchten die zukünftigen Bewohner selbst tätig werden und das Beste für ihren Nachwuchs heranschaffen. Befindet sich bereits Nistmaterial im Kasten gehen sie davon aus, dass dieser Platz bereits besetzt ist und ziehen nicht ein. Wer den Vögeln in dieser Hinsicht trotzdem optimale Bedingungen schaffen möchte, kann geeignetes Material im Garten auslegen oder einen Teil des Gartens unaufgeräumt lassen. Dort finden die gefiederten Freunde mit Sicherheit jede Menge geeignetes Material.

Nistkasten für mehr Biodiversität im eigenen Garten

Vogelgezwitscher und das einmalige Erlebnis, die Kleinen beim Großwerden zu beobachten gehören zu den wichtigsten Argumenten für einen eigenen Nistkasten. Natürlich tut man damit aber auch der Biodiversität etwas Gutes und hilft dabei, die Singvogelpopulation zu erhalten.