Am Flughafen München (FMG) wurde jetzt ein CO2-neutraler Passagierbus mit innovativem Antriebskonzept in Betrieb genommen. Er verfügt über einen generator-elektrischen Antrieb, der vom Start-Up CM Fluids entwickelt wurde.
Am Flughafen München (FMG) wurde jetzt ein CO2-neutraler Passagierbus mit innovativem Antriebskonzept in Betrieb genommen. Er verfügt über einen generator-elektrischen Antrieb, der vom Start-Up CM Fluids entwickelt wurde.
Der Bus aus dem Bestand der Fahrzeugflotte des Flughafens wurde so umgerüstet, dass er mit regenerativem, flüssigem Biomethan betankt werden kann. Sein patentiertes Antriebskonzept namens CMF Drive vereint laut des Airports "die Vorteile eines Verbrennungsmotors mit den Vorzügen eines Elektroantriebs".
Das Biomethan treibt dabei einen Motor an. Die so erzeugte Energie wird in einer kleinen Pufferbatterie zwischengespeichert, die die elektrische Antriebsachse des Busses mit Strom versorgt.
"Gerade bei Passagierbussen mit langen Betriebszeiten oder häufigen Starts und Stopps machen sich die Vorteile des CMF Drive Systems bezahlt, weil die Bremsenergie rückgewonnen und ebenfalls in der Pufferbatterie zwischengespeichert werden kann", heißt es.
Entscheidender Vorteil des Systems: Eine Tankfüllung reicht im Gegensatz zu herkömmlichen Elektrobussen, die in ihrer Reichweite deutlich limitiert sind, für bis zu 800 Kilometer. Auch das Betanken geht laut FMG zügig vonstatten: In fünf Minuten lassen sich über 500 Liter des "grünen" Kraftstoffs tanken. Mit 90 Prozent weniger Feinstaub im Vergleich zu Euro 6-Dieselmotoren und mehr als 60 Prozent weniger Stickoxiden soll das Konzept für eine deutlich verbesserte Luftqualität am Airport sorgen.
Und noch zwei Tatsachen zeichnen den CMF Drive aus: Er ist nicht nur CO2-neutral, sondern auch wirtschaftlich und besonders nachhaltig: Weil weitere Passagierbusse aus dem Bestand des Flughafens auf das System umgerüstet werden könnten, wären keine teuren Neuanschaffungen nötig, um die selbst gesteckten Klimaziele zu erreichen.