Bau von Nord Stream 2 (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Wall Street Journal bekr?ftigt Theorie zu Nord-Stream-Anschlag
dts16. August 2024, 18:32 UhrENERGIE
New York/Berlin/Kiew (dts Nachrichtenagentur) - Das Wall Street Journal (WJS) bleibt auch nach dem Dementi aus dem ukrainischen Pr?sidialamt uneingeschr?nkt bei seiner Darstellung, dass der Sprengstoffanschlag auf die Nord Stream Pipelines 2022 von hochrangigen ukrainischen Milit?rs und mit Wissen von Pr?sident Wolodymyr Selenskij geplant worden sei.
New York/Berlin/Kiew (dts Nachrichtenagentur) - Das Wall Street Journal (WJS) bleibt auch nach dem Dementi aus dem ukrainischen Pr?sidialamt uneingeschr?nkt bei seiner Darstellung, dass der Sprengstoffanschlag auf die Nord Stream Pipelines 2022 von hochrangigen ukrainischen Milit?rs und mit Wissen von Pr?sident Wolodymyr Selenskij geplant worden sei. Und hat jetzt nochmal nachgelegt.
Der Autor der Enth?llungsgeschichte und Politische Chefkorrespondent f?r Europa, Bojan Pancevski, sagte am Freitagnachmittag in einem Interview mit dem Nachrichtensender "Welt TV" in Berlin: "Ich habe pers?nlich mit Menschen gesprochen, die beteiligt waren an diesem Anschlag, und ich wei? ganz genau, wie das abgewickelt worden ist." Seine Geschichte sei das Ergebnis von fast zwei Jahren Recherche in Polen, der Ukraine, in den Vereinigten Staaten und Deutschland: "Wir glauben: Das ist die definitive Story."
Vom Dementi aus Selenskyjs Pr?sidialamt zeigte sich Pancevski unbeeindruckt: "Ich w?rde es auch bestreiten." Von der Zuverl?ssigkeit seiner Quellen sei er zu 100 Prozent ?berzeugt. Als "v?llig ausgeschlossen" wies der Journalist Spekulationen zur?ck, das WSJ k?nnte von Geheimdiensten absichtlich auf eine falsche Spur gelockt worden sein. Er selbst habe in Kiew "mit Gener?len und hochrangigen Offizieren und Offiziellen" gesprochen, die f?r die ukrainische Regierung, beziehungsweise f?r die Streitkr?fte arbeiteten und gearbeitet h?tten. Namen werde er aber aus rechtlichen und ethischen Gr?nden auch in Zukunft nicht nennen.
Hohen Respekt zollte der WSJ-Journalist den deutschen Ermittlern, "die einen Hammer-Job gemacht haben". Vor zwei Jahren habe niemand wirklich geglaubt, dass die deutschen Ermittler etwas finden w?rden: "Und jetzt haben wir tats?chlich einen Haftbefehl." Er wisse nicht, was die deutschen Ermittler alles w?ssten, aber offenbar w?ssten sie viel. Denn sie h?tten ja die Leute auf dem Boot "Andromeda" identifiziert: "Also, die sind schon sehr weit gekommen." F?r Pancevski ist jetzt "die gro?e Geschichte", dass der Haftbefehl in Polen nicht vollstreckt wurde und der gesuchte Ukrainer in die Ukraine fl?chten konnte: "Wie ist das geschehen? Warum ist dieser Mensch jetzt schon wieder frei?"