Ausbau einer alten Gasheizung (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Heizungsmarkt bricht ein: Absatzzahlen auf tiefstem Stand seit 2010
dts31. Januar 2026, 10:03 UhrENERGIE
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Heizungsindustrie hat im vergangenen Jahr 627.000 Geräte in Deutschland abgesetzt.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Heizungsindustrie hat im vergangenen Jahr 627.000 Geräte in Deutschland abgesetzt. Das ist der niedrigste Stand seit 2010.
Nach dem bereits starken Einbruch der Verkaufszahlen im Jahr davor stand damit 2025 erneut ein zweistelliges Minus in den Büchern: Der Absatz über alle Geräteklassen ging um zwölf Prozent zurück. Das geht aus der Jahresbilanz des Bundesverbandes der deutschen Heizungsindustrie (BDH) hervor, über die die "Welt am Sonntag" berichtet.
Vom bisherigen Bestseller der Branche, dem Gas-Brennwertkessel, gingen nur noch 229.000 Stück an die Kunden. Dies ist ein Rückgang um 36 Prozent innerhalb eines Jahres. Der Absatz der Ölheizung, den der russische Angriffskrieg 2022 angefacht hatte, fällt in sich zusammen: Im vergangenen Jahr wurden nur noch 22.500 Kessel verkauft, ein Minus von 74 Prozent.
Ein Verkaufsplus von 23 Prozent gab es ausgehend von einem niedrigen Niveau bei Biomasse-Heizungen. Insbesondere Öfen für Holzpellets (+38 Prozent) legten stark zu. Allerdings macht der Verkauf von 29.000 Biomasse-Verbrennern insgesamt weniger als fünf Prozent des Marktes aus.
Ein deutliches Plus verzeichnete nur der Absatz von Wärmepumpen. Die Geräte verkauften sich 2025 rund 299.000-mal. Mit einem Absatzplus von 55 Prozent im Jahresverlauf verdrängten sie den Gasbrennwertkessel von Platz 1 der beliebtesten Wärmeerzeuger in Deutschland. Im Gebäudebestand dominiert jedoch weiterhin die Gasheizung.
"Die Lage ist schwierig, die Heizungsindustrie steht vor wirtschaftlichen Herausforderungen", sagte Markus Staudt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). Er mahnt bei der Regierung "endlich stabile gesetzliche Vorgaben und Förderbedingungen" an. Andernfalls sei mit "personellen Maßnahmen" wie Stellenabbau und Kurzarbeit zu rechnen.