Zwei kleine Königstiger in Zoo in Indonesien an Viruserkrankung gestorben

Jelita, die Mutter der beiden Jungtiere Bild: AFP

Zwei kleine Königstiger in Zoo in Indonesien an Viruserkrankung gestorben

Zwei kleine Königstiger sind in einem Zoo in Indonesien an einer Viruserkrankung gestorben. Wie die Naturschutzbehörde der Provinz West-Java mitteilte, hatten sich die beiden Jungtiere mit dem Felinen Panleukopenie-Virus (FPV) infiziert.

Zwei kleine Königstiger sind in einem Zoo in Indonesien an einer Viruserkrankung gestorben. Wie die Naturschutzbehörde der Provinz West-Java am Freitag mitteilte, hatten sich die beiden Jungtiere mit dem Felinen Panleukopenie-Virus (FPV) infiziert, das Wild- und Hauskatzen befällt und für Jungtiere besonders gefährlich ist.

Die Tigerjungen, zwei Männchen namens Hara und Huru, waren im vergangenen Juli im Zoo der Stadt Bandung zur Welt gekommen. Ihrer Mutter Jelita geht es nach Angaben der Naturschutzbehörde weiterhin gut. Hara starb am Dienstag und Huru am Donnerstag, wie der Behördensprecher Eri Mildrayana sagte. Sie hatten in den Tagen zuvor demnach unter Durchfall, Erbrechen und Schlappheit gelitten und konnten trotz einer tierärztlichen Behandlung nicht gerettet werden.

Eine Panleukopenie, auch als Katzenseuche oder Katzenstaupe bekannt, befällt sowohl ungeimpfte oder unzureichend geimpfte Hauskatzen als auch in Gefangenschaft gehaltene Großkatzen. Der Königstiger, auch Bengal-Tiger genannt, wird von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als stark gefährdet eingestuft. In freier Wildbahn gibt es nur noch weniger als 4000 Tieren, hauptsächlich in Indien, Nepal, Bangladesch und Bhutan.

Der Zoo in Bandung ist schon seit Monaten geschlossen, offiziell wegen interner Managementprobleme. 2017 hatten Aktivistinnen und Aktivisten eine Schließung des Zoos gefordert, nachdem abgemagerte Malaienbären dabei fotografiert worden waren, wie sie Besucherinnen und Besucher um Futter anbettelten und ihren eigenen Kot fraßen.