Dies sei ein "historischer Tag", sagte der Herausforderer des bisherigen Regierungschefs Victor Orbán am Sonntagabend. Er sei "optimistisch, aber vorsichtig". Magyar, den Umfragen der letzten Tage vor der Wahl vorne sehen, tat Behauptungen der bisherigen Regierungspartei Fidesz als "Wahnvorstellung" ab. Er bitte alle, friedlich und geduldig zu bleiben.
Eine Umfrage des Instituts Median, die in den fünf Tagen vor der Wahl durchgeführt wurde, sieht Tisza ebenfalls klar vorne. Demnach kann die Partei mit 55,5 Prozent der Listenstimmen rechnen, Fidesz mit 37,9 Prozent.
Ein verlässlicher Trend darüber, wer am Ende die Wahl gewinnt, ist wahrscheinlich erst Stunden nach Schließung der Wahllokale zu erkennen. Ein Grund dafür ist auch das von Orbán ab 2011 geänderte Wahlsystem. 106 der 199 Mandate werden über die Erststimmen in Einerwahlkreisen mit einfacher Mehrheit vergeben. Für die übrigen 93 Mandate werden neben der Listenstimmen auch all die Stimmen berücksichtigt, die die unterlegenen Direktkandidaten erhalten haben, sowie all die Stimmen, um die die Wahlkreisgewinner vor den jeweils Zweiplatzierten liegen.