Kampfhund beißt Frau tot: Hundehalter zu Bewährungsstrafe veruteilt
AFP11. Juni 2026, 17:58 UhrUMWELT
Weil sein auf Angriffe trainierter Pitbull seine schwangere Freundin totgebissen hat, ist ein Hundehalter in Frankreich zu vier Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.
Weil sein auf Angriffe trainierter Pitbull seine schwangere Freundin totgebissen hat, ist ein Hundehalter in Frankreich zu vier Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Christoph E. habe den "von Kampfhunden abstammenden Hund im Beißtraining geschult, so dass er nur mit Gewalt zu stoppen ist", hieß es in der Urteilsbegründung am Donnerstag im nordfranzösischen Soissons. Der Hund müsse deswegen eingeschläfert werden, urteilte das Gericht.
Der Hundehalter hatte seine im sechsten Monat schwangere Freundin im November 2019 allein mit dem gut 20 Kilo schweren American Pit Bull Terrier spazieren gehen lassen. Die Frau wurde später mit zahlreichen Bisswunden aufgefunden. Â
Der Angeklagte bestritt zunächst, dass die Bisswunden von seinem Hund stammten. Er verwies auf eine Meute von Jagdhunden, die zur gleichen Zeit im Wald bei einer Treibjagd eingesetzt waren. Allerdings fanden sich DNA-Spuren der jungen Frau am Gebiss des Pitbulls. Das Gericht verurteilte den Hundehalter nun wegen fahrlässiger Tötung.
Der Mann hatte den Hund illegal in den Niederlanden erworben und fälschlich eine andere Rasse angegeben. Das Halten von American Pit Bull Terriern ist in Frankreich verboten.Â
Das Schicksal des Hundes, für den die Staatsanwaltschaft bereits das Einschläfern gefordert hatte, löste bei französischen Tierschützern Proteste aus. Mehrere Vereine boten sich an, den Hund aufzunehmen, um ihn umzuerziehen. Die Richterin lehnte dies ab: "Dies hieße, zu leugnen, wozu er fähig ist, und was er erneut tun könnte, nämlich zu töten", sagte sie.Â