Serienmörder von Long Island zu lebenslanger Haft verurteilt
AFP17. Juni 2026, 18:44 UhrNEWS
Lebenslänglich für einen Serienmörder im US-Bundesstaat New York: Rund 16 Jahre nach Leichenfunden auf der Insel Long Island ist ein früherer Architekt am Mittwoch verurteilt worden, den Rest seines Lebens im Gefängnis zu verbringen.
Lebenslänglich für einen Serienmörder im US-Bundesstaat New York: Rund 16 Jahre nach Leichenfunden auf der Insel Long Island ist ein früherer Architekt am Mittwoch verurteilt worden, den Rest seines Lebens im Gefängnis zu verbringen, wie US-Medien berichten. Der 62-jährige Rex Heuermann hatte sich schuldig bekannt, acht Frauen getötet zu haben.
Eine vorzeitige Freilassung des Serienmörders schloss das Gericht in dem Ort Riverhead auf Long Island aus. Es verurteilte ihn wegen der Schwere seiner Taten gleich mehrfach zu lebenslanger Haft, wie es in den USA möglich ist. Vor dem Urteilsspruch hatten die Angehörigen der Opfer das Wort. Sie warfen Heuermann vor, ein "abscheuliches Monster" und ein "Mann ohne Mitleid, ohne Seele" zu sein, der den Frauen feige aufgelauert habe, wie der Sender NBC berichtete.
Als "Gilgo-Strand-Morde" wurde der Fall in den USA bekannt - nach dem Küstenabschnitt rund eine Autostunde östlich von Manhattan, in dessen Nähe die sterblichen Überreste der Mordopfer entdeckt worden waren. Heuermann hatte im April gestanden, zwischen 1993 und 2010 sieben Frauen entführt, gefoltert und getötet zu haben. Zudem gestand er die Tötung einer achten Frau, die ihm bis dahin nicht zur Last gelegt worden war.
Die sogenannten Gilgo-Beach-Morde hatten in den USA ab 2010 landesweit für Aufsehen gesorgt. An einer Schnellstraße nahe des Strandes an der Südküste von Long Island waren damals die sterblichen Überreste von insgesamt elf Mordopfern entdeckt worden. Dabei handelte es sich um neun Frauen, einen Mann und ein Mädchen. Die Frauen waren überwiegend als Sexarbeiterinnen tätig gewesen. Die Morde waren die Grundlage für den Film "Lost Girls" aus dem Jahr 2020.
Nach den Leichenfunden tappten die Ermittler mehr als zehn Jahre lang im Dunkeln. Im Juli 2023 wurde Heuermann dann vor seinem Büro in Manhattan festgenommen. Die Polizei fand heraus, dass eines der Opfer in einem Fahrzeug gesehen worden war, das auf den Verdächtigen eingetragen war. Der Architekt plädierte zunächst jedoch auf nicht schuldig.
Die Polizei wertete dann umfassende Handy-Daten aus und konnte aufgrund neuer DNA-Tests an den Leichen gefundene Haare Heuermann zuordnen. Der zweifache Vater suchte im Internet zudem hunderte Male nach den Ermittlungen und stellte Fragen wie "Warum wurde der Long-Island-Serienkiller nicht gefasst?" Die Ermittler fanden überdies heraus, dass Heuermanns Ehefrau stets verreist war, als sich die Morde ereigneten. Unter der Last der Indizien legte er dann ein Geständnis ab.