Es handelt sich nicht um eine echte Umbettung, Bloch bleibt weiter in seinem Heimatdorf in Zentralfrankreich bestattet. In den Särgen befinden sich lediglich einige persönliche Gegenstände, darunter Briefe und Fotos.
Bloch stammte aus einer jüdischen Familie aus dem Elsass und hatte von 1919 bis 1936 mittelalterliche Geschichte an der Universität Straßburg gelehrt. Er begründete eine Fachzeitschrift für Historiker und galt als Experte für das Mittelalter. Während des Zweiten Weltkriegs schloss er sich dem Widerstand gegen die deutschen Besatzer an. 1944 wurde er in Lyon von der Gestapo festgenommen, gefoltert und mit 29 seiner Kameraden erschossen.Â
Blochs Familie hatte darum gebeten, dass zu der Gedenkfeier keine Vertreter der Rechtsaußenparteien eingeladen werden sollten. Deren Programm stehe im Widerspruch zu Blochs Haltung. "Und dennoch zitiert die extreme Rechte ihn ständig, das verärgert uns sehr", beklagte sein Urenkel Matis Bloch im Gespräch mit dem Sender France Info.