Mann von herabfallendem Blumentopf erschlagen: Balkonbesitzerin in Berlin angeklagt

Balkone in Berlin Bild: AFP

Mann von herabfallendem Blumentopf erschlagen: Balkonbesitzerin in Berlin angeklagt

Nach einem Todesfall durch einen herabfallenden Blumenkübel in Berlin ist eine 32-Jährige angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr fahrlässige Tötung vor. Demnach stürzte der Topf im April von ihrem Balkon und erschlug einen 61-Jährigen.

Nach einem Todesfall durch einen herabfallenden Blumenkübel in Berlin ist eine 32-Jährige angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft der Hauptstadt wirft der Frau nach Angaben vom Mittwoch fahrlässige Tötung vor. Sie soll einen fast fünf Kilogramm schweren Pflanztopf aus Ton ungesichert auf der Brüstung ihres Balkons im zweiten Stock abgestellt haben. Er stürzte hinab und erschlug einen 61-Jährigen auf dem Gehweg.

Laut Anklage ereignete sich das Unglück am 5. April diesen Jahres an einem Haus im Stadtteil Gesundbrunnen, also am Ostermontag. Am Vortag hatte der Wetterdienst demnach eine Warnung vor Windböen herausgegeben. Die Beschuldigte soll den Tonkübel demnach außerhalb einer Metallstrebe des Balkongeländers abgestellt habe. Die Frau schweigt zu den Vorwürfen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll eine Windböe den Blumentopf erfasst und vom Balkon geweht haben. Er fiel auf den Gehweg vor dem Wohngebäude, wo er einen 61-jährigen Hausbewohner am Kopf traf und tödlich verletzte. Er starb trotz Reanimationsversuchen noch vor Ort.

Angeklagt wurde die Frau vor dem Amtsgericht Tiergarten. Dieses prüft den Fall zunächst und entscheidet über die Eröffnung eines Prozesses.