Flächenbrände in Frankreich: 25.000 Hektar seit Jahresbeginn abgebrannt
AFP10. Juli 2026, 13:44 UhrBRENNPUNKTE
Bei Flächenbränden in Frankreich sind seit Beginn des Jahres bereits 25.000 Hektar abgebrannt. Dies seien mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, teilte der Zivilschutz am Freitag mit.
Lediglich Korsika, die Mittelmeerküste und die Gebirgsregionen sind derzeit von den Extremtemperaturen verschont. Mit kühlerer Luft vom Atlantik wird erste gegen Mitte kommender Woche gerechnet.Â
Die Regierung hat die Einrichtung von Erfrischungszentren für Senioren und Obdachlose angekündigt. Bei den vergangenen beiden Hitzewellen waren zahlreiche ältere Menschen zu Hause gestorben.Â
Allein im Juni waren während der Hitzewelle innerhalb einer Woche landesweit gut 2000 Menschen mehr gestorben als in der Vorwoche. Die Behörden gehen davon aus, dass die Bilanz am Ende noch deutlich höher ausfällt.Â
Der nationale Klimarat hatte am Donnerstag eine mangelhafte Klimapolitik der Regierung angeprangert. Die Experten riefen dazu auf, sowohl den Ausstieg aus fossilen Energien als auch die Anpassungsmaßnahmen deutlich zu beschleunigen. "Die Auswirkungen des Klimawandels werden immer gefährlicher", betonte der Klimarat. Frankreich sei darauf "nicht vorbereitet", heißt es im Jahresbericht des Gremiums.
Das Gremium empfiehlt neben struktureller Prävention auch kurzfristige Maßnahmen, etwa die Installation von Fensterläden, Deckenventilatoren und Klimaanlagen, insbesondere umkehrbare Wärmepumpen.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass Hitzewellen infolge des menschengemachten Klimawandels an Intensität und Häufigkeit zunehmen.