UNO: Mehr als 2500 Todesfälle bei Ebola-Epidemie in DR Kongo
AFP21. August 2026, 12:13 UhrGESUNDHEIT
Bei der aktuellen Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der UNO bereits mehr als 2500 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Todesfälle 'steigt jeden Tag', sagte der Ebola-Koordinator der UNO.
Bei der aktuellen Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der UNO bereits mehr als 2500 Menschen ums Leben gekommen. Die Hälfte der Todesfälle sei in den vergangenen 20 Tagen registriert worden, erklärte der Ebola-Koordinator der UNO, Julien Harneis, bei einer Pressekonferenz am Freitag. Die Zahl der Todesopfer "steigt jeden Tag" und die Zahl der Neuinfektionen "nimmt  exponentiell zu", fügte Harneis hinzu.
Die Epidemie breitet sich Harneis zufolge zudem "großflächig" aus. "Sie erfasst inzwischen ein Gebiet, das größer ist als Frankreich", sagte der aus der kongolesischen Stadt Bunia, dem Epizentrum des Ausbruchs, zugeschaltete UN-Vertreter. Damit breite die Krankheit sich schneller und weiter aus, als die Ebola-Hilfe "hinterherkommt".
Harneis rief dazu auf, die Gegenmaßnahmen zu verstärken. "Wenn wir mehr Personal einsetzen, wenn wir mehr Ressourcen in abgelegene Gebiete im Osten der Demokratischen Republik Kongo bringen, können wir innerhalb weniger Monate die Übertragung verlangsamen und darauf hinarbeiten, sie zu stoppen", sagte er. Geschehe das nicht, werde die Epidemie immer verheerenden werden. "Sie wird sich weiter ausbreiten und könnte in Nachbarländer überschwappen", warnte Harneis.
Der Ebola-Ausbruch im Kongo war am 15. Mai offiziell festgestellt worden, wahrscheinlich hatte sich das Virus damals aber schon wochenlang verbreitet. Die Epidemie betrifft mehrere Provinzen im Norden und Osten der Demokratischen Republik Kongo, wo die medizinische Versorgung nach jahrelangen bewaffneten Konflikten stark eingeschränkt ist. Mit mehr als 5000 bestätigten Infektionen ist es der schlimmste Ebola-Ausbruch in der Geschichte des Landes.
Ebola wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen. Die Infektion kann Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall bis hin zu inneren Blutungen und Organversagen verursachen. In den vergangenen 50 Jahren starben in Afrika mehr als 15.000 Menschen an der Krankheit.