Noch ein Vermisster nach Sturzflut im Grand Canyon

Besucher am 31. August an einem Aussichtspunkt im Grand Canyon Bild: AFP

Noch ein Vermisster nach Sturzflut im Grand Canyon

Nach einer Sturzflut mit zwei Toten im bei Touristen beliebten Grand Canyon im Westen der USA gilt ein Mensch weiter als vermisst. Zuvor waren zwei Leichen geborgen worden.

Nach einer Sturzflut mit zwei Toten im bei Touristen beliebten Grand Canyon im Westen der USA gilt ein Mensch weiter als vermisst. Fast alle Vermissten seien inzwischen gefunden worden, sagte der Chef der die Nationalparkverwaltung (National Park Service, NPS), Dave Black, am Montag Journalisten im Grand Canyon Village im Bundesstaat Arizona. Nach jüngstem Erkenntnisstand werde ein Mensch noch vermisst. Zuvor waren zwei Leichen geborgen worden.

Black sagte, im Rahmen einer groß angelegten Rettungsaktion seien am Wochenende 82 Menschen gerettet worden. Parkmitarbeiter hätten das Camping-Genehmigungssystem des Parks durchforstet, um festzustellen, wer zum Zeitpunkt des Unglücks möglicherweise dort gewesen sei. "Sie haben Genehmigungen, Kfz-Kennzeichen und alle ihnen vorliegenden Informationen abgeglichen, mit Familienangehörigen gesprochen und sich vergewissert, dass diese Menschen den Canyon verlassen hatten", sagte er.

Die Rettungsarbeiten wurden am Montag durch weitere heftige Regenfälle erschwert, die über die Region hinwegzogen. Black sagte, das für Dienstag erwartete bessere Wetter werde die Suche nach dem Vermissten sowie nach Tageswanderern erleichtern. "Wir suchen weiterhin aktiv und hoffen sehr, dass die Person noch am Leben ist."

Nach NPS-Angaben war die Sturzflut am Samstag im Bright Angel Canyon aufgetreten. Durch ihn fließt der Bright Angel Creek, der seinerseits in den Colorado-Fluss mündet. Ausgelöst wurden die Wassermassen demnach durch heftige Regenfälle auf dem sogenannten Kaibab-Plateau. Eine Wander-Unterkunft namens Phantom Ranch in der Schlucht wurde dadurch überschwemmt.

Der Grand Canyon gilt als eines der größten Naturwunder der Welt. Über Millionen von Jahren hat der Colorado River den Sandstein Schicht um Schicht abgetragen und so eine Schlucht entstehen lassen. Im vergangenen Jahr besuchten fast fünf Millionen Menschen das Gebiet.

Sturzfluten sind in der Region im Norden von Arizona keine Seltenheit. Vor allem zwischen Juli und September können die ausgetrockneten Böden kaum Regen aufnehmen.