Evakuierungen in Indien wegen herannahenden Zyklons

Menschen in einer Notunterkunft in Andhra Pradesh Bild: AFP

Evakuierungen in Indien wegen herannahenden Zyklons "Arnab"

Wegen des herannahenden Zyklons 'Arnab' haben die indischen Behörden rund 100.000 Menschen im Südwesten des Landes zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert.

Wegen des herannahenden Zyklons "Arnab" haben die indischen Behörden rund 100.000 Menschen im Südwesten des Landes zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert. Der Wirbelsturm sollte nach Angaben des Wetterdienstes am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern im Bundesstaat Andhra Pradesh auf Land treffen. Es drohten die "vollständige Zerstörung" strohgedeckter Hütten, Überschwemmungen und schwere Schäden in der Landwirtschaft.

Die Behörden ordneten die Evakuierung niedrig gelegener Gebiete in Andhra Pradesh und dem benachbarten Bundesstaat Odisha und die Schließung aller Schulen und Universitäten bis Ende der Woche an. Der Zeitung "The Indian Express" zufolge wurden mehr als 4700 Schwangere aus durch den Sturm bedrohten Ortschaften vorsichtshalber in Krankenhäuser gebracht. Hunderte Notunterkünfte wurden geöffnet.

Auch im benachbarten Inselstaat Sri Lanka wurden Schulen geschlossen. Der Wetterdienst warnte vor heftigen Regenfällen und möglichen Sturzfluten und Erdrutschen. Die Armee wurde in Alarmbereitschaft versetzt.

Auch in Nepal gab der Katastrophenschutz eine Unwetterwarnung heraus. Zu erwarten seien schwere Regenfälle, Schneestürme und Lawinen im Himalaya. Touristen wurden aufgerufen, nicht ins Hochgebirge zu reisen. Wer sich bereits dort aufhalte, solle sicheres Gebiet aufsuchen.