Was tun bei chronischen Schlafstörungen?

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Was tun, wenn erholsamer Schlaf nicht mehr möglich ist? Bereits jeder zehnte Deutsche leidet unter einer Behandlungsbedürftigen Schlafstörung. Meist sind die Gründe psychosomatischer Natur. Chronischer Schlafmangel lässt nicht nur schneller altern und depressiv werden. Auch Herz und Kreislauf leiden darunter. Liegt die Schlafdauer regelmäßig unter vier Stunden, so wird das Immunsystem geschwächt. Die möglichen Folgen: Übermüdung, vermindertes Leistungsvermögen sowie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Zudem drohen ernsthafte Erkrankungen unter anderem des Herz-Kreislaufsystems. Aber nicht nur die Schlafdauer ist wichtig: "Heute wissen wir, dass für den Erholungswert die Schlafqualität weitaus entscheidender ist als die reine Schlafdauer", erklärt Dr. Michael Bohndorf, HNO-Facharzt und Schlafmediziner in Düsseldorf. Sporadisch auftretende Schlafstörungen sind kein Grund zur Besorgnis. Bestehen die Einschlaf- oder Durchschlafprobleme jedoch länger als vier Wochen und kommt es zu Beschwerden, so spricht der Arzt von chronischen Schlafstörungen. In diesen Fällen empfiehlt Bohndorf die Ursache vom Hausarzt oder einem Schlafmediziner diagnostizieren zu lassen. "Bei schweren oder lang anhaltenden Schlafstörungen ist eine Messung im Schlaflabor ratsam, um die verschiedenen Schlafstadien zu untersuchen und dabei gegebenenfalls Schlafstörungen festzustellen. Auf Basis dieser Werte empfiehlt der Schlafmediziner eine individuelle Behandlungstherapie", erläutert der Schlafmediziner. Schlaftabletten sind keine Alternative. Studien zeigen, dass es durch die Einnahme von Schlaftabletten zu einem fatalen Teufelskreis kommen kann, so dass ohne Tablette gar kein Schlaf mehr möglich ist. Oft helfen stattdessen Naturmittel wie Baldrian, Johanniskraut oder Melisse, so der Experte.