Psychotherapeuten: Hilfe trotz Wartelisten

Bei körperlichen Problemen sucht man einen Arzt auf. Bei psychischen Problemen geht man zum Psychotherapeuten. Doch hier sind die Wartelisten oft erschreckend lang. Immerhin müssen seit kurzem für akute Probleme feste Sprechstunden angeboten werden.


Bei körperlichen Problemen sucht man einen Arzt auf. Bei psychischen Problemen geht man zum Psychotherapeuten. Doch hier sind die Wartelisten oft erschreckend lang. Immerhin müssen seit kurzem für akute Probleme feste Sprechstunden angeboten werden.

"Dank der neuen Regelung können Menschen mit psychischen Problemen, die noch nicht in professioneller Behandlung sind, schneller und einfacher Hilfe finden", sagt Stephan Longard, Leiter der Rechtsabteilung der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). "Der Experte kann eine erste Einschätzung geben, ob der Patient eine Therapie benötigt. Falls dies nicht nötig ist, hat er die Möglichkeit, auf Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen zu verweisen."

Die relativ neue Regelung betrifft Ärzte und Therapeuten, deren psychotherapeutisches Angebot von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird. An mindestens 100 Minuten pro Woche müssen die Experten mit vollem Versorgungsauftrag für die Sprechstunden zur Verfügung stehen. Wenn der Arzt dann feststellt, dass eine Therapie notwendig ist, muss dem Patienten innerhalb von vier Wochen ein freier Behandlungsplatz zugewiesen werden.

Die UPD bietet bei Fragen zur psychotherapeutischen Sprechstunde eine kostenlose Beratung unter der Rufnummer 0800-0117722 an. Weiterführende Informationen auf der Homepage www.patientenberatung.de.