Steve Schmit/mp1. August 2017, 15:13 UhrGESUNDHEIT
Bei Operationen geht nichts über Präzision. In der neurochirurgischen Universitätsklinik Heidelberg hilft jetzt ein dreidimensionales Bildgebungsverfahren den Chirurgen dabei, bei Eingriffen am Gehirn genauestens Hand anzulegen.
Bei Operationen geht nichts über Präzision. In der neurochirurgischen Universitätsklinik Heidelberg hilft jetzt ein dreidimensionales Bildgebungsverfahren den Chirurgen dabei, bei Eingriffen am Gehirn genauestens Hand anzulegen.
Im OP-Saal haben die Mediziner nun Zugriff auf ein digitales OP-Management-System (BUZZ-System), kombiniert mit einem 3D-HD-System (TRENION). So können Bilddaten aus Kernspin- und Computertomographie und diverse intra-operative Messwerte in beliebiger Kombination auf einem Großbildmonitor im OP geladen werden. Zusätzlich ermöglicht das TRENION-System die Darstellung virtueller 3D-Planungsmodelle und die dreidimensionale Übertragung aus dem OP-Mikroskop auf einen großen 3D-Monitor. "Die digitale Vernetzung verschiedener Bilddaten liefert faszinierende und sehr präzise Einblicke in das menschliche Gehirn", sagt Katrin Tönshoff, Geschäftsstellenleiterin der Dietmar Hopp Stiftung, die diese Investition mit 570.000 Euro unterstützt.
"Gerade für die Assistenten war der dreidimensionale Blick auf das Operationsgeschehen ein Aha-Erlebnis, das viele Abläufe verständlicher macht. Das wirkt sich sehr positiv auf das Zusammenarbeiten und die Aus- und Weiterbildung aus", kommentiert Professor Dr. Andreas Unterberg, Ärztlicher Direktor der Neurochirurgischen Universitätsklinik. "Da das gesamte Team mehr sieht, kann jeder besser mitdenken und schneller reagieren. Vorher hatten wir quasi ein Puzzle, das neue System zeigt uns das Gesamtbild."