Rudolf Huber/mp3. Januar 2018, 09:31 UhrGESUNDHEIT
Sie sind unangenehm, lästig - und sie tauchen oft auf, wenn es gar nicht passt: Herpes-Bläschen. Auslöser ist häufig Stress. Und deshalb bekämpft die optimale Therapie gegen Herpes nicht nur die Viren, sondern baut auch psychische Belastungen ab.
Sie sind unangenehm, lästig - und sie tauchen oft auf, wenn es gar nicht passt: Herpes-Bläschen. Auslöser ist häufig Stress. Und deshalb bekämpft die optimale Therapie gegen Herpes nicht nur die Viren, sondern baut auch psychische Belastungen ab.
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Bläschen nicht nur von Infekten oder UV-Strahlung zum Erblühen gebracht werden, sondern auch durch Gefühle wie Angst, Ekel und psychischen Stress. "Dann werden vermehrt Stresshormone ausgeschüttet, welche die zelluläre Immunabwehr unterdrücken", so Angelika Buske-Kirschbaum, Professorin für Biopsychologie an der Technischen Universität Dresden, im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau".
Normalerweise habe das Immunsystem nach der ersten Herpesinfektion die in den Wurzeln des Trigeminus-Nervs schlummernden Viren unter Kontrolle. Wird es durch Stress, Krankheit, Medikamente oder Operationen vorübergehend oder dauerhaft geschwächt, werden die Viren aktiv. Sie wandern zur Lippenhaut und verursachen Juckreiz, Schmerzen und Bläschen.
Doch was dagegen tun? Meldet sich der Lippenbereich durch Kribbeln und Jucken, sollte eine virushemmende Creme aufgetragen werden, die es rezeptfrei in der Apotheke gibt. Wer auf Stress immer wieder mit Herpesausbrüchen reagiert, sollte die individuellen Auslöser ausfindig machen. Die Expertin: "Hilfreich ist ein gezieltes Stressmanagement mit Entspannungs- und Stressbewältigungsstrategien."