Rauchstopp: Am besten mit kompetenter Unterstützung

mp Groß-Gerau - Ganz ohne Hilfe schaffen nur wenige Raucher den Ausstieg aus der Sucht. Free-Photos / pixabay.com

Rauchstopp: Am besten mit kompetenter Unterstützung

Der ewige Kampf mit dem Nikotin: Rauchen aufhören ist so gesund und erstrebenswert wie schwierig. Doch wie von der Sucht wegkommen? Generell gilt: Ganz ohne Hilfe schaffen es nur wenige. Wer sich mit der Ärztin oder dem Arzt abspricht, verdoppelt die langfristigen Erfolgschancen zumindest.


Der ewige Kampf mit dem Nikotin: Rauchen aufhören ist so gesund und erstrebenswert wie schwierig. Doch wie von der Sucht wegkommen? Generell gilt: Ganz ohne Hilfe schaffen es nur wenige. Wer sich mit der Ärztin oder dem Arzt abspricht, verdoppelt die langfristigen Erfolgschancen zumindest.

Laut Bundesgesundheitsministerium sterben in Deutschland jährlich fast 130.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, so das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Wer raucht, wird überall mit seinem Suchtmittel konfrontiert. Nach Meinungen vieler Experten hätte deshalb Tabakwerbung in Deutschland - wie in anderen EU-Ländern - längst verboten werden müssen.

Dr. Karin Vitzthum, therapeutische Leiterin des Instituts für Tabakentwöhnung und Raucherprävention der Vivantes Kliniken Berlin, rät aussteigewilligen Rauchern, sich bewusst eine Deadline für die letzte Zigarette zu setzen. Raucher haben die Möglichkeit zu einer Verhaltenstherapie in einer Tabakambulanz. Diese Behandlung macht mit 30-prozentiger Wahrscheinlichkeit zur Nichtraucherin oder zum Nichtraucher.

Laut einer Übersichtsstudie von 2019 kommt ebenfalls leichter von der Kippe los, wer Ersatzprodukte mit höherer Nikotindosis oder zwei Mittel kombiniert, etwa Nikotinpflaster und -kaugummis. Es gibt zudem Hinweise, dass es hilfreich sein könnte, mit dem Nikotinersatz bereits vor dem Rauchstopp anzufangen. Allerdings sind wegen möglicher Nebenwirkungen nicht alle Präparate für jeden geeignet.

Karin Vitzthum kritisiert, wie leicht verfügbar Zigaretten in Deutschland gerade für Jugendliche immer noch sind. Auch sind die Preise vergleichsweise niedrig, woran auch die Tabaksteuererhöhung im kommenden Jahr um durchschnittlich acht Cent pro Packung nichts ändern wird. Dabei würden vor allem Jugendliche gar nicht erst mit dem Rauchen anfangen, wenn die Zigaretten deutlich teurer wären. "Sie könnten es sich schlicht nicht leisten", sagt Vitzthum. Ihrer Meinung nach hat die Gesellschaft hier eine Fürsorgepflicht.