Die Angst vor dem Herzinfarkt

Stress im Beruf, private Sorgen, dazu vielleicht noch Alkohol und Nikotin: All das ist Gift für unser Herz. Viele Menschen wissen das. So fürchten sich 54 Prozent der Bundesbürger vor einem Herzinfarkt. Was aber tun?


Stress im Beruf, private Sorgen, dazu vielleicht noch Alkohol und Nikotin: All das ist Gift für unser Herz. Viele Menschen wissen das. So fürchten sich 54 Prozent der Bundesbürger vor einem Herzinfarkt. Und sie wünschen sich größere Forschungsanstrengungen, um die Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Biotechnologie-Unternehmens Amgen.

Und die Symptome sind fast immer gleich: Die Brust ist wie zugeschnürt, der Arm schmerzt, ein heftiges Brennen im Herzbereich macht sich bemerkbar, dazu kommt kalter Schweiß - so kündigt sich in vielen Fällen ein Herzinfarkt an. Jeder Zweite macht sich inzwischen darüber Gedanken und sorgt sich, selbst einmal betroffen zu sein. Die Generation 60+ hat mit 61 Prozent die größte Furcht vor der Herzattacke.

Rund 220.000 Menschen erleiden pro Jahr einen Herzinfarkt. Zwei Drittel davon sind Männer. In Deutschland sterben jedes Jahr mehr als 50.000 Patienten am Infarkt. Überlebende haben ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko, einen weiteren Herzinfarkt zu erleiden. Entsprechend ist die Angst unter denen, die jemanden im Familien- oder Freundeskreis haben, der einen Infarkt erlitten hat.

Ein Hauptrisikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist das sogenannte "Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin" - vielen sicher besser bekannt unter den Buchstaben "LDL-C" -, das Ablagerungen an den Arterienwänden fördert. Die Herausforderung bei der Bekämpfung des Herzinfarkts liegt für Ärzte und Patienten deshalb auch in der Senkung des Cholesterinwertes. Denn ein hoher LDL-C-Wert ist für alle Risikogruppen gefährlich, besonders für jene mit einer herz- oder kreislaufbedingten Vorerkrankung.

"Einer unserer Schwerpunkte in der medizinischen Forschung sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen", sagt Dr. Roman Stampfli. Aktuelle Studien zeigen, das etwa 80 Prozent der Hochrisikopatienten das Therapieziel einer deutlichen Reduzierung des LDL-Cholesterins trotz intensiver Therapie nicht erreichen. "Wir haben den Ehrgeiz, Therapielücken zu schließen, daher ist die Erforschung von Fettstoffwechselstörungen ein Schwerpunkt von uns im Bereich der Kardiologie."