Haarige Sache: So bürsten Sie richtig

Viele Menschen denken beim Kämmen oder Bürsten ihrer Haare nur ans Aussehen. Doch in Wirklichkeit steckt noch mehr dahinter. Denn die tägliche Kopfpflege ist auch medizinisch wertvoll.


Viele Menschen denken beim Kämmen oder Bürsten ihrer Haare nur ans Aussehen. Doch in Wirklichkeit steckt noch mehr dahinter. Denn die tägliche Kopfpflege ist auch medizinisch wertvoll, wenn man bestimmte Dinge beachtet. Menschen mit feinem, empfindlichem oder hartnäckig fliegendem Haar sollten am besten zu einer Bürste mit Naturborsten greifen. Meist aus unterschiedlich langen Wildschweinborsten gefertigt, sind sie sanft zum Haar und anregend für die Kopfhaut. "Gönnen Sie sich mindestens 20 Bürstenstriche am Tag", sagt Barbara Psoch vom Haar-Verband und Friseurmuseum Magdeburg im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". Das sei wie eine wohltuende Kopfmassage, so die Expertin.

Barbara Psoch empfiehlt, beim Bürsten immer an den Spitzen zu beginnen. "Dann arbeiten Sie sich über die Mittelhaarpartie zum Ansatz vor." So lasse sich das Haar schonend entwirren und schmerzhaftes Ziepen vermeiden. Den Bürstenkopf sollte man regelmäßig von ausgekämmten Haaren befreien, einmal im Monat ist Waschtag: die Borsten mit mildem Shampoo einschäumen, gut ausspülen und mit den Borsten nach unten auf einem Handtuch trocknen lassen.

Mit richtigem Bürsten werden nicht nur Staub und Schmutz entfernt, sondern der Talg der Haarwurzeln wird bis in die Spitzen verteilt. Darüber freut sich besonders trockenes und sprödes Haar. Naturhaarbürsten, die mit Nylonstiften verstärkt sind, bändigen auch längere Mähnen. "Sie greifen das Haar beim Bürsten perfekt, ohne es zu strapazieren", sagt Friseurmeister Roberto Laraia aus Tübingen. Beim Styling setzt der Experte auf die klassische und vielseitige Rundbürste, die in jede Haarlänge Fülle und Form zaubert.