Kinder mit chronischen Erkrankungen sind in der Schule weniger leistungsfähig als gesunde Kinder. Das haben Untersuchungen von Wissenschaftlern der Universität Mainz bestätigt.
Kinder mit chronischen Erkrankungen sind in der Schule weniger leistungsfähig als gesunde Kinder. Das haben Untersuchungen von Wissenschaftlern der Universität Mainz bestätigt. Vor allem in den Kernfächern Lesen, Schreiben, Mathematik, Naturwissenschaft und Sozialkompetenz liegen chronisch kranke Kinder bereits am Ende der ersten Klasse deutlich zurück.
Das zeigt die erste Auswertung des Forschungsprojekts ikidS (ich komme in die Schule), an dem mehr als 2.000 Familien aus Mainz und Umgebung seit 2014 teilgenommen haben. Die Ergebnisse sind jetzt in dem renommierten Fachjournal Plos One erschienen. Die Wissenschaftler wollen im nächsten Schritt Maßnahmen entwickeln, um chronisch erkrankte Kinder zukünftig medizinisch und gesundheitspädagogisch gezielter zu betreuen und so bestmögliche Bildungschancen herzustellen.
Die Wissenschaftler um Univ.-Prof. Dr. Urschitz vom Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) konnten zeigen, dass etwa 15 Prozent der Kinder eine schulisch relevante chronische Erkrankung aufweisen. "Da sich die schulischen Leistungen dieser Erstklässler erfassen ließen, konnten wir nachweisen, dass es einen Zusammenhang zwischen chronischen Erkrankungen und eingeschränktem Leistungsvermögen gibt", unterstreicht Prof. Urschitz, Kinderarzt und Leiter der Studie.