Forscher-Team kommt Krebszellen auf die Spur

Die Struktur einer Zelle ist komplex. Sie gut zu erkennen, ist wichtig für die Erkenntnisse rund um schwere Erkrankungen wie Krebs. Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben die Arbeit am Mikroskop verfeinert.


Die Struktur einer Zelle ist komplex. Sie gut zu erkennen, ist wichtig für die Erkenntnisse rund um schwere Erkrankungen wie Krebs. Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben die Arbeit am Mikroskop verfeinert. Sie haben erstmals zwei mikroskopische Methoden kombiniert, die sowohl die Oberfläche einer Zelle als auch die Verteilung eines Proteins in der Zelle sichtbar machen können - und zwar mit feinster Auflösung im Nanometerbereich.

Die Verfahren können für lebende Zellen eingesetzt werden. Das eröffnet zum Beispiel die Möglichkeit, Grundlagen der Bildung von Krebsmetastasen oder der Wirkung bestimmter Medikamente genau zu untersuchen. Über ihre Ergebnisse berichten die Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Nanoskopie des Rubion, der Zentralen Einrichtung für Ionenstrahlen und Radionuklide der RUB, in der renommierten Zeitschrift ACS Nano.

"Wie Proteine in der Zellmembran organisiert sind, wie sich ihre Lokalisation verändert und wie diese Änderungen vermittelt werden, ist auch heute noch wenig verstanden", sagt Dr. Patrick Happel, Leiter der Arbeitsgruppe Nanoskopie.. Nicht nur die Proteine in der Zellmembran, auch die Zellmembran selbst sei von großer Bedeutung, da Zellen bei der Wundheilung, während der Entwicklung und auch bei der Ausbildung von Krebsmetastasen ihre Position verändern würden.

Um Untersuchungen an lebenden Zellen zu ermöglichen, plant das Team als nächsten Schritt die Entwicklung eines kombinierten Geräts. "Die Kombination der beiden Methoden kann auch Transportprozesse im Detail sichtbar machen", erklärt Happel. Sie würde bei der gezielten Anwendung von Medikamenten über Nanopartikel eine wichtige Rolle spielen.